Dienstag, 6. November 2012

12SA mit Lichtsignalen: Gstadt, 1986

Das folgende Diagramm zeigt einen schematischen Gleisplan von Gstadt:


Hier sieht man das Stellwerk bei einer Einfahrt von Ybbsitz. Alle Weichen stehen in der Grundstellung in die Gerade. Rechts ist der hintere Fahrstraßenhebel umgelegt, und dem senkrecht montierten roten Signalschloss ist der Schlüssel entnommen:

12SA, Gstadt, 19.9.1986

Hier sieht man die Signalschlösser im Detail. Beim Schloss hinten für das Signal B sieht man, dass durch das Umsperren des Schlüssels unten ein Riegel das Verschlusstück am Fahrstraßenschieber so an der Bewegung nach links hindert, dass die Fahrstraße verschlossen ist. Die zwei waagrechten Schlösser vorne sind für das Signal A aus Richtung Kienberg-Gaming. Sie sperren beim Entnehmen des jeweiligen Schlüssels die vordere Fahrstraßenschubstange entweder in der nach links oder in der nach rechts verschobenen Position:

12SA, Gstadt, 19.9.1986

Hier sieht man schlussendlich das Signalschlüsselschalterwerk, wo das Signal B für die Einfahrt aus Ybbsitz auf frei steht. Links daneben sind die zwei Schlösser für die Fahrstellungen von A erkennbar, und rechts jene für das vorgesehene, aber nicht aufgebaute Signal Z von Waidhofen (wo deshalb oben auch keine Lampe leuchtet):

Schalterwerk, Fdl, Gstadt, 19.9.1986

Und hier fährt der Zug ein:

2091.012 vor 6966, Gstadt, 19.9.1986

Nach diesem "Miterleben" einer Einfahrt hier noch weitere Bilder des Stellwerks:

12SA, Gstadt, 19.9.1986

12SA, Gstadt, 19.9.1986

12SA, Gstadt, 19.9.1986

Weil aus Richtung Ybbsitz und Lunz ja richtige Einfahrsignale vorhanden waren, gab es hier nur ein einzelnes Kontrollsignal für die Einfahrten aus Richtung Waidhofen:

12SA, Gstadt, 19.9.1986

12SA, Gstadt, 19.9.1986

Zum Schluss noch ein Bild des Bahnhofs; rechts sieht man noch einmal die Stellwerkshütte:

Bahnhof, Gstadt, 19.9.1986

Ergänzung 14.9.2014: In Gstadt ist das 12SA schon lange durch ein Drucktastenstellwerk ersetzt worden, das man hier sieht:

KSW90-Stellwerk Gstadt, Fdl (Foto: Philipp Ringseisen)

Kommentare:

  1. Das ehemalige Stellwerk von Gstadt steht jetzt in Grünburg (Steyrtal-Museuemsbahn), allerdings als reines Signalstellwerk. Gestellt werden von dort das

    Einfahrsignal (2 Flügel)
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    1. Danke für die Info - immer schön zu hören, wenn so eine alte Apparatur wo erhalten wird und sogar im Einsatz ist!

      ... und: Sind Sie der Harald Süß, der am Hager'schen Buch mitgewirkt hat?!? Dann (aber auch sonst ...) herzlich willkommen auf meinen Seiten. Wenn Sie irgendwas anmerken, auch Fehler finden - bitte immer her damit!

      Grüße
      Harald Müller

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    2. Ja, das bin ich. Ich habe mich zwar seither nie mehr so eingehend mit Sicherungsanlagen beschäftigt, das grundsätzliche Interesse ist aber immer noch vorhanden.
      Ihren Blog habe ich durch Zufall entdeckt und schon einen Teil der Berichte gelesen. Schön, daß Sie so viele (inzwischen schon historische) Sicherungsanlagen fotografiert und dokumentiert haben. Fehler bei Ihren technischen Beschreibung werde ich wohl kaum finden, weil ich mich - wie bereits erwähnt - nicht mehr so gut auskenne.

      Ich werde mal in meiner bescheidenen Fotosammlung nachsehen, was sich an Sicherungsanlagen findet. Wenn was Brauchbares dabei ist, scanne ich es und schicke es Ihnen.

      Beste Grüße,
      Harald Süß

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