Montag, 1. November 2021

Das Stellwerkmuseum in Letschin im Oderbruch, 2020 - ein Rundgang mit Bildern, Folge 3

Die nächste Generation der Stellwerke waren die elektromechanischen. Hier kommt eine Reihe davon.

Ich beginne, wie sich das gehört, mit der Erfinderfirma der elektromechanischen Stellwerke, nämlich Siemens & Halske (S&H). Nach der Urform, die 1894 in Prerau in Böhmen aufgestellt wurde, wurde die Bauform 1901 entwickelt. Man sieht ihr deutlich den obenliegenden Schieberkasten an, der von der mechanischen Bauform 3414 herrührt. Die folgende Anlage stand in Berlin-Halensee:

S&H 1901 ex Berlin-Halensee, Eisenbahnmuseum Letschin, 2020

S&H 1901 ex Berlin-Halensee, Eisenbahnmuseum Letschin, 2020

Die nächste Bauform war 1907, davon sieht man hier eine Anlage, die in Eberswalde überlebt hat. Diese Bauform weist mit ihren Drehgriffen schon auf die kommende Standardbauform 1912 hin:

S&H 1907 ex Eberswalde, Eisenbahnmuseum Letschin, 2020

Und hier schummelt sich schon die nächste und verbreitetste Siemensbauart 1912 daneben:

S&H 1907 ex Eberswalde, links daneben ein unbekanntes S&H 1912, Eisenbahnmuseum Letschin, 2020

S&H 1907 ex Eberswalde, links daneben ein unbekanntes S&H 1912, Eisenbahnmuseum Letschin, 2020

Das folgende Bild ist von einer großen 1912-Hebelbank unbekannter Herkunft:

S&H 1912, Eisenbahnmuseum Letschin, 2020

Dieses Bild zeigt die Siemensbauart, die bei der Berliner U-Bahn zum Einsatz kam. Gleichartige Anlagen gab es, wie ich vor Jahren dokumentiert habe, auch auf der Wiener Stadtbahn – dort findet man auch einige weitere Erklärungen zu dieser Type. Ob die Bauart wirklich offiziell S&H 1915 heißt, ist (mir) unklar:

S&H 1915 ex Kottbusser Tor (Berliner U-Bahn), Eisenbahnmuseum Letschin, 2020

S&H 1915 ex Kottbusser Tor (Berliner U-Bahn), Eisenbahnmuseum Letschin, 2020

In der DDR wurde die Bauart 1912 in den 1970ern noch einmal grundlegend überholt, das Ergebnis wurde als E12/78 bezeichnet:

E12/78 ex Seelow (Mark), Eisenbahnmuseum Letschin, 2020

Offenbar gab es noch weitere Modernisierungsversuche der 1912er (wie das ja auch in Österreich passiert ist, wo in den 1950er Jahren von den Südbahnwerken daraus die Bauart EM55 entwickelt wurde). Hier sieht man eine solche modernisierte Anlage unbekannter Herkunft:

Unbekannte Sonderbauform, abgeleitet von S&H 1912, Eisenbahnmuseum Letschin, 2020

Unbekannte Sonderbauform, abgeleitet von S&H 1912, Eisenbahnmuseum Letschin, 2020

Unbekannte Sonderbauform, abgeleitet von S&H 1912, Eisenbahnmuseum Letschin, 2020

Größere Bahnhöfe erforderten Mehrreihenstellwerke, die als Zwei- oder Vierreihenhebelwerke gebaut wurden (neben dem berühmten Siebenreihenstellwerk in Maastricht), als die Siemens-Stellwerksfertigung Teil der VES war. Hier ist eine Zweireihenanlage aus Berlin-Grünau zu sehen:

VES-Zweireihenhebelwerk ex Berlin-Grünau, Eisenbahnmuseum Letschin, 2020

VES-Zweireihenhebelwerk ex Berlin-Grünau, Eisenbahnmuseum Letschin, 2020

VES-Zweireihenhebelwerk ex Berlin-Grünau, Eisenbahnmuseum Letschin, 2020

In Sachsen gab es den ganz andersartigen "Sächsischen Bahnhofsblocks", der in großen Bahnhöfen mit mehreren Stellwerken einen effizienteren Fahrstraßenaufbau ermöglichte, aber wohl wegen seiner Komplexität sonst nirgends Eingang fand. Hier sehen wir das Befehlswerk eines solchen Sächsischen Bahnhofsblocks aus Dresden-Neustadt, gebaut von Siemens. Der Gestellaufbau sieht verdächtig nach dem oberen Teil eines Siemens-Zweireihen-Stellwerks aus (das seine Basis auch in der S&H 1912-Bauart hat), wie es in Österreich am Linzer Verschiebebahnhof West am Stellwerk 4 stand:

Befehlswerk des Sächsischen Bahnhofsblocks aus Dresden-Neustadt, Eisenbahnmuseum Letschin, 2020

Befehlswerk des Sächsischen Bahnhofsblocks aus Dresden-Neustadt, Eisenbahnmuseum Letschin, 2020

Neben Siemens gab es weitere Hersteller von elektromechanischen Stellwerken. Hier sehen wir eines der AEG:

AEG-Elektromechanik ex Henningsdorf bei Berlin, Eisenbahnmuseum Letschin, 2020

AEG-Elektromechanik ex Henningsdorf bei Berlin (im Hintergrund S&H 1901 ex Berlin-Halensee), Eisenbahnmuseum Letschin, 2020

Und als letzter Hersteller ist hier Gaselan vertreten:

Unbekanntes Gaselan-Zweireihenstellwerk, Eisenbahnmuseum Letschin, 2020

Unbekanntes Gaselan-Zweireihenstellwerk, Eisenbahnmuseum Letschin, 2020

Hier hat sich ein Bahnhofsblock der Bauart 51 davorgestellt:

Unbekanntes Gaselan-Zweireihenstellwerk, Eisenbahnmuseum Letschin, 2020

Ganz zum Schluss sieht man hier ein weiteres Gaselan-Zweireihenstellwerk, diesmal einen Rangierstelltisch vom Stellwerk Fgw in Frankfurt/Oder:

Gaselan-Zweireihenstellwerk ex Frankfurt/Oder, Eisenbahnmuseum Letschin, 2020

Gaselan-Zweireihenstellwerk ex Frankfurt/Oder, Eisenbahnmuseum Letschin, 2020

Das war's mit den elektromechanischen Stellwerken in Letschin; nächstes Mal kommen, wie nicht anders zu erwarten, Relaisstellwerke dran!

Freitag, 24. September 2021

Das Stellwerkmuseum in Letschin im Oderbruch, 2020 - ein Rundgang mit Bildern, Folge 2

Nach (zu) langer Zeit folgt hier endlich ein weiteres Posting zu Letschin mit Bildern von Robert Herzog. Das Thema sind diesmal, wie angekündigt, Hebelbänke mechanischer Stellwerke – wobei Einheitsstellwerke fast nicht vertreten sind, sondern hauptsächlich das, was in Deutschland "Altbauarten" genannt wird.

Die erste Hebelbank ist aber denn doch ein Einheitsstellwerk, und zwar vom Wärterstellwerk Rotes Luch. Links ist auf der Hebelbank eine typische Signalwinde zu sehen, dann Einzelhebel und dazwischen ein Doppelsteller. Über dem Hebelersatzschloss ganz rechts sind zwei neuere Schlüsselsperren angebracht und rechts daneben ein Signalhebel für ein Lichtsignal in Form eines Fahrstraßenhebels mit aufgesetzen elektrischen Hebelsperren. Hinter der Hebelbank ist der Blockapparat und darunter die Fahrstraßenhebel zu erkennen, am Blockaufsatz gerade noch einige Spiegelfelder:

Einheitsstellwerk ex Wärterstellwerk Rotes Luch, Eisenbahnmuseum Letschin, 2020

Hinter diesem Tisch mit verschiedensten Fernsprechern ist noch einmal das Wärterstellwerk Rotes Luch zu erkennen:

Fernsprecher, Einheitsstellwerk ex Wärterstellwerk Rotes Luch, Eisenbahnmuseum Letschin, 2020

Den Blockapparat habe ich hier herausvergrößert – auf dem detailreichen Bild sind die Aufschriften und Zusatzeinrichtungen am Blockaufsatz gut zu erkennen:

Einheitsstellwerk ex Wärterstellwerk Rotes Luch, Eisenbahnmuseum Letschin, 2020

Auch die nächste Anlage ist ein Einheitsstellwerk, diesmal vom Blockposten Obersdorf (b. Müncheberg):

Einheitsstellwerk ex Blockposten Obersdorf (b. Müncheberg), Eisenbahnmuseum Letschin, 2020

Nun beginnen wir aber mit den Altbauarten. Die erste Anlage ist eine der Bauform Jüdel 6000, vermutlich aus Sachsen:
Am ersten Bild ist die ganze Anlage zu sehen, mit der im Wesentlichen in Deutschland üblichen Anordnung mit (Siemens-)Blockapparat und Fahrstraßenhebeln links und daneben der eigentlichen Hebelbank. Die Signalhebel sind allerdings hier am entfernten Ende vom Blockapparat angebracht, was wohl lange Signalschieber zu den Blockfeldern und evtl. Blocksperren erfordert:

Jüdel 6000, Eisenbahnmuseum Letschin, 2020

Die Fahrstraßenhebel stehen steil nach oben, die Antriebsstangen führen senkrecht nach unten in den Kasten mit den Blocksperren:

Jüdel 6000, Eisenbahnmuseum Letschin, 2020

Vom anderen Ende ist hier die Hebelbank aufgenommen. Die ersten drei Hebel sind Signalhebel, zwei davon haben die Jüdel-typischen Knäufe an den Hebelenden. Beim ersten Hebel ist eine später angebrachte Hebelsperre zu erkennen. Hinter den Signalhebeln befindet sich eine Reihe von Weichen- und Riegelhebeln:

Jüdel 6000, Eisenbahnmuseum Letschin, 2020

Zwischen den letzten Hebeln befindet sich ein Hebelersatzschloss – die Bedeutung der Aufschriften müsste mir jemand erklären. Der Fahrstraßenhebel daneben liegt "nur so" auf der Hebelbank herum:

Jüdel 6000, Eisenbahnmuseum Letschin, 2020

Das nächste Exponat ist ein Stellwerk der Bauform Gast aus Spremberg, mit darauf aufgebauten Hebeln der Bauart Bruchsal J aus Forst (Lausitz). Das erste Bild zeigt den Blockapparat und darunter die Fahrstraßenhebel:

Gast ex Spremberg mit Hebeln Bruchsal J ex Forst (Lausitz), Eisenbahnmuseum Letschin, 2020

Fahrstraßenhebel und eine Andeutung der Blocksperren sieht man auf diesem Bild:

Gast ex Spremberg mit Hebeln Bruchsal J ex Forst (Lausitz), Eisenbahnmuseum Letschin, 2020

Erst hier sieht man die Reihe der Hebel genauer, darunter ein Doppelhebel für den Riegel der Weiche 1:

Gast ex Spremberg mit Hebeln Bruchsal J ex Forst (Lausitz), Eisenbahnmuseum Letschin, 2020

Eine Hebelbank der Bauart Stahmer sehen wir als nächstes. Sie stammt vom Wärterstellwerk W25 des Leipziger Hauptbahnhofs:

Stahmer ex Leipzig Hbf W25, Eisenbahnmuseum Letschin, 2020


Stahmer ex Leipzig Hbf W25, Eisenbahnmuseum Letschin, 2020

Nächster Hersteller: Zimmermann & Buchloh, das Stellwerk stammt aus Rehfelde und ist leider nicht so gut zu erkennen:

Zimmermann & Buchloh ex Rehfelde, Eisenbahnmuseum Letschin, 2020

Ebenfalls von Zimmermann & Buchloh ist diese Hebelbank des Stellwerks Tiefensee:

Zimmermann & Buchloh ex Tiefensee, Eisenbahnmuseum Letschin, 2020

Eigenlich keine Hebelbank, sondern ein Blockapparat eines Stellwerks in Forst (Lausitz), das wohl mit einem Schlüsselwerk versehen war, ist hier zu sehen:

Felderblock ex Forst (Lausitz), Eisenbahnmuseum Letschin, 2020

Eine unbekannte Einheits-Hebelbank (oder Teile davon) ist hier zu sehen:

Einheitshebel, Eisenbahnmuseum Letschin, 2020


Einheitshebel, Eisenbahnmuseum Letschin, 2020

Und zuletzt sieht man hier ein Sammelsurium von Hebeln verschiedenster deutscher Hersteller auf einem Einheitsuntergestell vereinigt:

Hebel, Eisenbahnmuseum Letschin, 2020

Das war eine weitere Folge aus Letschin – das nächste Mal geht's dann um elektromechanische Stellwerke!

Donnerstag, 8. April 2021

Das Stellwerkmuseum in Letschin im Oderbruch, 2020 - ein Rundgang mit Bildern, Folge 1

In Letschin im Oderbruch – für Nicht-Ortskundige: fast genau östlich von Berlin knapp vor der Oder – befindet sich ein kleines Eisenbahnmuseum, das einen Schwung deutscher Stellwerke versammelt, vor allem aus dem östlichen Deutschland. Darunter sind eine Reihe mechanischer Hebelbänke, dann verschiedene elektromechanische Typen und dann noch an Relaistypen ganz alte Gs0-Stelltische sowie russische EZMG-Stellwerke. Robert Herzog hat mir mehr als 70 Fotos davon zukommen lassen, die hier mit ein wenig Text vorgestellt werden sollen.
Das erste Bild zeigt den Zugang zum Museum und im Freien aufgestellte Museumsstücke – den Kasten eines preußischem Abteilwagens; wichtige Signale: Ein Gleissperrsignal, ein Formhaupt- und -vorsignal samt Baken und Vorsignaltafel und dann noch je ein Hl-, Ks- und EZMG-Hauptsignal; und noch einiges mehr:

Eisenbahnmuseum Letschin, 2020

Hier sieht man noch einmal die Lichtsignale und daneben einen alten und einen nicht ganz so alten Zugzielanzeiger:

Eisenbahnmuseum Letschin, 2020

Im Rest dieses Postings sollen allerdings mechanische Sicherungsanlagen im Mittelpunkt stehen, und zwar (vor den Hebelbänken für das Fernstellen von Weichen) einfachere Einrichtungen zur Herstellung der Signalabhängigkeit, nämlich Schlüsselwerke.
Als erstes sehen wir hier ein Wandschlüsselwerk der alten Bauart, wie es in den "Einheitszeichnungen" beschrieben ist. Die waagrechten Schieber werden von den Schlüsseln der "eingehenden Informationen" bewegt, also häufig Weichenschlüsseln, aber evtl. auch Zustimmungsschlüsseln. Die senkrechten Schieber geben die abhängigen Schlüssel in den oberen Schlössern frei, die die "ausgehenden Informationen" repräsentieren. Das Schlüsselwerk stammt vom Stellwerk R2 in Lübbenau:

Wandschlüsselwerk gemäß Einheitszeichnung ex Stellwerk R2 Lübbenau, Eisenbahnmuseum Letschin, 2020

Hier ist eine Zeichnung eines solchen Schlüsselwerks aus dem Buch "Erläuterungen zu den Einheitszeichnungen für Stellwerksteile", das die Reichsbahn 1927 herausgegeben hat:


Diese Schlüsselwerke mit kreuzenden Schiebern wurden übrigens vom Franzosen Paul Bouré erfunden, der sie als "serrure centrale" bezeichnete und in vielen Ländern patentieren ließ. In anderen Ländern wurde der Name beibehalten, so heißen ähnliche Konstruktionen noch heute in Österreich "Zentralschloss", in Schweden war ihr Name "centrallås" (lås = Schloss). Hier ist ein Diagramm aus dem US-Patent von Bouré, das auf der Webseite des US Patent Office heute noch zugänglich ist:

US-Patentzeichnung für Schlüsselwerk von Paul Bouré, US Patent Office, Patent 640,359 (heruntergeladen am 5.4.2021)

Das Schlüsselwerk im Museum ist eigentlich ein "Wandschlüsselwerk", was man an den Aufhängelaschen links und rechts oben sehen kann. Vermutlich aus Platzgründen wurde es aber unterhalb des Blockapparats montiert – und prinzipiell konnten die vertikalen Schieber auch direkt von den Riegelstangen von Blockfeldern festgehalten werden, sodass der Verschluss der Weichenschlüssel dann blockelektrisch erfolgte. Aber das ist hier trotz einer sehr ähnlichen Anordnung nicht der Fall: Die Blockfelder wirken nur mit den direkt darunter angeordneten Schlössern zusammen, die sich oberhalb des Schlüsselwerks befinden. Bei der Bedienung musste also ein Schlüssel aus dem oberen Schloss freigesperrt werden, um ihn dann direkt darunter im Schlüsselwerk einzusperren:

Wandschlüsselwerk und Blockapparat ex Stellwerk R2 Lübbenau, Eisenbahnmuseum Letschin, 2020

Die doch sehr "rustikale" Bauart dieser alten Schlüsselwerke nach den Einheitszeichnungen wurde später – wann? – durch eine elegantere ersetzt, bei der die Schubstangen in einem Gehäuse liegen und alle Schlösser am unteren Rand montiert sind. Nur diese neueren Schlüsselwerke werden allgemein als "Einheitsschlüsselwerke" bezeichnet. Durch "Schaulöcher" kann man erkennen, ob alle nötigen Schlüssel für eine Fahrstraße umgesperrt sind – eine Annehmlichkeit, die z.B. die österreichische Variante nicht hatte.
In Letschin stehen drei dieser Einheitsschlüsselwerke, die man auf den folgenden Bildern sieht:

Einheitsschlüsselwerk ex Küstrin-Kietz, Eisenbahnmuseum Letschin, 2020


Einheitsschlüsselwerk ex Fdl Rotes Luch mit aufgesetztem Blockapparat, Eisenbahnmuseum Letschin, 2020


Einheitsschlüsselwerk von unbekanntem Bahnhof, Eisenbahnmuseum Letschin, 2020

Und zuletzt noch ein extrem einfaches Schlüsselwerk, wie es ähnlich auch heute noch an vielen Bahnhöfen mit Zugleitbetrieb verwendet wird, um Weichen von einem einzigen Zugführer-Schlüssel abhängig zu machen. Auch in Letschin gibt es so ein Schloss, das zeige ich aber erst später zum Abschluss der Museumspostings – hier ist eines der Sorte "Aus 2 mach 1": Wenn man die beiden Weichenschlüssel für die Grundstellung der Weichen 19 und 20 oben einsperrt (wie man es im Bild sieht) und den Schieber nach links zieht (auch wie im Bild), dann kann man unten den Schlüssel "19+ (20+)" freisperren – was man damit macht, ist mir allerdings nicht klar. Ich hätte erwartet, dass man ihn unter dem Fahrstraßenfestlegefeld einsperren kann, dort ist aber eigentlich kein Platz für ein weiteres Schloss ...
Die beiden oberen Schlüssel dürften übrigens die gleiche Form haben, da sich ihre Bezeichnung nicht unterscheidet. Der Bediener weiß also, wenn er beide Schlüssel in der Hand hat, nicht, wo er welchen einsperren soll – und es ist ja auch egal: Er muss eben nur beide Schlüssel haben, um den Schieber freizusperren – das reicht dann:

Einfaches Schlüsselwerk und Blockapparat der Einheitsbauart ex Seefeld (Mark), Eisenbahnmuseum Letschin, 2020

Damit beende ich das erste Posting mit den Bildern von Robert. Im nächsten Posting sehen wir dann richtige Hebelbänke mechanischer Stellwerke!