Samstag, 24. Januar 2015

SpDrS am Innsbrucker Frachtenbahnhof, 1987

Der Innsbrucker "Hauptfrachtenbahnhof" (den's wohl in absehbarer Zeit nicht mehr geben wird) liegt parallel zum Hauptbahnhof. 1987 habe ich dort die "Siemens-Spur" fotografiert – einen Gleisplan von fast genau dieser Zeit, auch vom Hauptbahnhof, gibt es hier bei sporenplan.nl:

ZStw., Innsbruck Fbf, 12.8.1987

Auf der linken Seite kommen die beiden Gleise von der Wörgler Strecke:

ZStw., Innsbruck Fbf, 12.8.1987

Rechts verlassen den Bahnhof die beiden Einzelgleise zur Einbindung in die Brennerbahn und zum Westbahnhof:

ZStw., Innsbruck Fbf, 12.8.1987

Die Nummerneingabefelder auf dem Bedienpult waren nur zur Aufnahme von Stellbefehlen nötig, eine Zugnummernanlage gab es auf diesem Stellwerk nicht:

ZStw., Innsbruck Fbf, 12.8.1987

Für den Verschubbetrieb – das Reihen wurde durch Abstoßen durchgeführt, wie man im vorletzten Posting gesehen hat – gab es ein eigenes Verschubpult:

ZStw., Innsbruck Fbf, 12.8.1987

Und hier sieht man das Stellwerksgebäude. Wozu hat eigentlich der kurze "Brückenstummel" gedient, außer zur Aufnahme eines Windsackes und einer Uhr? Die Antwort steht im Kommentar vom SigMstr!

Zentralstellwerk, Innsbruck Fbf, 12.8.1987

Das war der letzte Bahnhof, den ich auf meiner Österreichrunde im August 1987 besucht habe. Vier Tage später war ich aber schon wieder auf einigen Bahnhöfen rund um Wien unterwegs.

Kommentare:

  1. Hallo Harald, der Brücken"stummel" ist der Rest einer Eisenbrücke über den gesamten Frachtenbahnhof, der dem Fdl zur Fahrstraßenprüfung (Prüfung, ob das Gleis für eine Zugfahrt frei ist) diente. Das war bis Ende 1974 auch notwendig, denn vor dem von Dir gezeigten Spurplanstellwerk gab es nur Schlüsselbretter mit (und in den) Weichenposten in Holzhütten an den Bahnhofsenden und ein paar Form-Gruppenausfahrsignalen Bauart DRG-Gittermast (und sogar ein Form-Abdrücksignal auf der Brenner-Seite).
    Auch heute noch zählt zur Ausrüstung der Fdltg (auch wenn der Bahnhof inzwischen vollkommen unbedeutend geworden ist und nur noch zum Abstellen von hauptsächlich Kesselwagen dient; die Hauptlast des Güterverkehrs tragen Wörgl und Hall i. T., der Fbf Ibk wird irgendwann demnächst einmal aufgelassen und abgetragen werden, stattdessen kommen Wohnblocks hin - an Samstagen, Sonn- und Feiertagen und während der Weihnachtsferien etc ist er nicht einmal mehr besetzt) - ein Fernglas!
    Gruß vom Signalmeister aus dem EBFÖ

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Signalmeister - danke für diese Erklärung! - insbesondere die Sache mit dem Fernglas ... das müsste es dann ja auf weiteren Bahnhöfen gegeben haben? ... leider habe ich danach nie gefragt ...
      H.M.

      Löschen
  2. Stimmt, auf den meisten großen Stellwerken mit großen Weichenbereichen gab es Ferngläser. In Deinem Report über die alten Stellwerke in Wörgl ( http://stellwerke.blogspot.co.at/2015/08/oes-anlagen-und-em55-stellwerk-in-worgl.html ) erkennst Du auf manchen Photos, die Du in den damaligen dortigen Turmstellwerken - ganz deutlich zu sehen auf den Bildern des EM55-Wärterstellwerks 2 - gemacht hast, ein Fernglas auf dem Schieberkasten.

    Auch das SpDrL A2-Spurplan-Zentralstellwerk in Wörgl Hbf, das diesen Anlagen 1993 folgte (das dann zur Betriebsfernsteuerzentrale erhoben wurde, bis es 2009 Teil der BFZ West der ÖBB wurde), war sehr hoch - nämlich über der Empfangshalle im Aufnahmegebäude - erbaut worden und bot einen wunderbaren Panoramablick über fast den ganzen Hauptbahnhof und Teile der Zugförderung Wörgl, und auch dort gab es mehrere Ferngläser für die Fahrdienstleiter, den Betriebsüberwacher und den zeitweise (bei Umbauten und viel Betrieb bzw Verschub) eingesetzten Stellwerksmeister.
    Gruß vom SigMstr

    AntwortenLöschen