1099.001 vor 6804, Gösing, 21.9.1986
Zentralschloss und Signalschalterwerk waren wie in Mitterbach:
Zentralschloss, Fdl, Gösing, 21.9.1986
Signalschalterwerk, Fdl, Gösing, 21.9.1986
Diese federnde Schienenbefestigung, ein Bauart eines Federnageloberbaus, ist sicher relativ billig in der Herstellung. Dass allerdings nicht einmal Unterlegsplatten verwendet wurden, verwundert mich schon etwas:
Schienenbefestigung, Gösing, 21.9.1986
Hier sieht man die Einfahrt in den Scheiteltunnel der Marizellerbahn, den 2369m langen Gösingtunnel. Die Verölung der Schwellen links und rechts der Schienen der Mariazellerbahn rührt von den Stangenlagern der 1099 her, die bei ihrer Drehbewegung durch die Fliehkraft immer etwas Öl verlieren:
Gösingtunnel, Gösing, 21.9.1986
Und hier leuchtet das Einfahrsignal A im Tunnel – leider habe ich es nicht auch mit Blitz fotografiert:
Gösingtunnel, Einfahrsignal A, Gösing, 21.9.1986
Auf der gegenüberliegenden Seite des Bahnhofs stand das Einfahrsignal Z an gebirgiger Stelle:
Einfahrsignal Z, Gösing, 21.9.1986
Der Bahnhof war auch Heimat diverser Fahrzeuge zur Tunnelunterhaltung:
Profilmesswagen, Gösing, 21.9.1986
Profilmesswagen, Gösing, 21.9.1986
Und hier ein Bild des Bahnhofs an diesem sonnigen Tag:
Gösing, 21.9.1986
Hinter der 1099.014 bin ich dann nach Mariazell gefahren:
1099.014 vor 6805, Gösing, 21.9.1986
Guten Tag, weiß zufällig jemand, wie genau das Signalschaltwerk funktioniert hat (technisch) und was die ganzen Kürzel über den Schlüssellöcher bedeuten (U, 20, VSF).
AntwortenLöschenSowie wofür der Schalter zum Schalten von Nsp-Z und Nsp-A da waren.
T und N schätze ich mal war für die Tag und Nachtschaltung der Signale.
Zur "technischen Funktion": Die Schlösser schalten jeweils mehrere Wechsler-Kontakte um, über die die Signale angesteuert werden. Den genauen Schaltplan kenne ich nicht, er dürfte aber nicht allzu kompliziert sein, sondern mehr oder weniger direkt die entsprecheden Lampen an die Stromversorgung anschalten. Relais zur Lampenüberwachung dürften die Vorsignale angeschaltet haben, sodass diese bei einem Lampenausfall auf Halt zurückfallen.
AntwortenLöschenZu den Kürzeln: U = "unbeschränkt", d.h. das Hauptsignal zeigt "Frei". 20 = 20 km/h, also "Langsamfahrt". "VSF" = Vorsignalfestlegung, damit das Vorignal auch bei freizeigendem Hauptsignal "Vorsicht" zeigt; das war lt. V3 für diverse Fälle vorgesehen, wie etwa bei Anzeige von Langsamfahrt abweichend vom Buchfahrplan, außerplanmäßiger Halt des Zuges im Bahnhof usw. Nsp bedeutet Nachtsperre; offenbar konnte dabei nur für eine Richtung ein Hauptsignal auf Frei gestellt werden - eventuell, damit der Bahnhof schon vor der letzten Zugfahrt geschlossen werden konnte; diese Anordnung ist mir noch nicht aufgefallen, und ich finde sie eher seltsam. T/N sind tatsächlich für die Umschaltung der Lampenspannung, damit die Signallampen in der Nacht nicht blenden.
H.M.