Donnerstag, 1. Januar 2026

Von 1909, aus Ungarn: Die Sicherungsanlagen der Eisenbahnen, von Ottokár Soulavy


1909 hat Ottokár Soulavy, Oberingenieur der ungarischen Linien der k.k.priv. Südbahngesellschaft, auf ungarisch ein Buch über Sicherungsanlagen geschrieben, das hier als Scan verfügbar ist. Im Rahmen der österreichisch-ungarischen Monarchie war die Eisenbahntechnik der zwei Reichshälften sehr ähnlich, und daher habe ich gehofft, aus diesem Buch einige Neuigkeiten (und viel Altbekanntes) auch über österreichische Sicherungsanlagen zu erfahren. Aber – ungarisch?

Die Lösung war tatsächlich KI, in diesem Falle der Microsoft Copilot. Ohne einiges an Prompting-Aufwand ging es nicht, aber nach wenigen Tagen hatte ich, der kein Wort ungarisch kann, doch eine akzeptable Rohübersetzung. Einige Tage Zusammenarbeit mit Google Translate haben mir dann geholfen, viele (sehr viele) falsche, irreführende und sonstige problematische Stellen zu reparieren – das Ergebnis ist nun hier als PDF downloadbar. Auf den ersten Seiten beschreibe ich auch ein wenig genauer, wie ich den Text (und die Bilder!) ins Deutsche transportiert habe.

Zwei interessante Punkte:

a) Der Doppelhebel mit einander gegenüberstehenden Hebeleisen und einer einzelnen Kettenrolle (oder Seilrolle) wurde lt. Soulavy von Zimmermann konstruiert (und nicht von Siemens oder evtl. Götz & Söhne, was ich gedacht hätte).

b) Der Text beschreibt halbwegs im Detail den "Kettenapparat", der von den Südbahnwerken als Konkurrenz zum Rankapparat konstruiert wurde, aber laut Hager nicht die Typengenehmigung bekam.

Wenn jemand tatsächlich Interesse hat und eine Anmerkung zu dem Text hat, gerne hier als Kommentar oder per Email!

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