Freitag, 1. Dezember 2017

Schweden 1989: Östersund

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In Östersund haben wir einige Stunden Aufenthalt gehabt, in denen ich nur am Bahnhof herumgerannt bin. Begeistert hat mich der rein mechanische Zuganzeiger:

Zuganzeiger, Östersund, 20.7.1989

Zuganzeiger, Östersund, 20.7.1989

Zuganzeiger, Östersund, 20.7.1989

Zuganzeiger, Östersund, 20.7.1989

Zuganzeiger, Östersund, 20.7.1989

Zwischendurch habe ich einmal ein Bild des Bahnhofsgebäudes aufgenommen:

Bahnhof, Östersund, 20.7.1989

Am Ausfahrsignal Ös 197 erlaubt das Sperrsignal 197 die Vorbeifahrt:

Ausfahrsignal Ös 197 und Sperrsignal 197, Östersund, 20.7.1989

Hier sieht man das Hauptsignal nun auch in Freistellung, einmal weit im Hintergrund ...

Bedienpult für Abfahrsignale, Östersund, 20.7.1989

... und dann aus der Nähe:

Ausfahrsignal Ös 197 und Sperrsignal 197, Östersund, 20.7.1989

Am Bedienpult leuchtet die Grünlampe unter "Utfart spår 3 söder", also "Ausfahrt Gleis 3 südwärts":

Bedienpult für Abfahrsignale, Östersund, 20.7.1989

Der Lokführer wartet auf die Abfahrt:

Lokführer, Östersund, 20.7.1989

Schlecht erkennbar stellt hier der Fahrdienstleiter den nächsten Zug am mechanischen Zuganzeiger ein:

Umstellen des Zuganzeigers, Östersund, 20.7.1989

Auch unser Zug auf der Inlandsban wird schon angezeigt – es dauert aber noch über zwei Stunden, bis er abfahren wird:

Umstellen des Zuganzeigers, Östersund, 20.7.1989

Also gibt's weitere Fotos, z.B. von einer Verschublok:

SJ Ue 254, Östersund, 20.7.1989

Auch am Hausbahnsteig befand sich ein mechanischer Zuganzeiger:

Zuganzeiger am Hausbahnsteig, Östersund, 20.7.1989

In der Fahrdienstleitung stand die Panoramatafel eines Relaisstellwerk des Typs 65 (das Bedienpult habe ich leider nicht aufgenommen):

Stellwerk, Fahrdienstleitung, Östersund, 20.7.1989

Stellwerk, Fahrdienstleitung, Östersund, 20.7.1989

Stellwerk, Fahrdienstleitung, Östersund, 20.7.1989

Stellwerk, Fahrdienstleitung, Östersund, 20.7.1989

Ein Lokführer hat mich kurz auf den Führerstad seiner Rc4 steigen lassen:

Führerstand SJ Rc4 1298, Östersund, 20.7.1989

SJ Rc4 1298, Östersund, 4.8.1989

Kurz darauf hat er die Fliegen von den Scheiben zu spülen versucht (in diesem heißen Sommer war die Mückenplage in der seenreichen Landschaft extrem):

SJ Rc4 1298, Östersund, 20.7.1989

SJ Y1 1319 und SJ Rc4 1298, Östersund, 20.7.1989

SJ Rc4 1298, Östersund, 20.7.1989

Und dann haben wir uns im Fiat-Triebwagen auf die Reise Richtung Norden gemacht. Nur schlecht zu erkennen sind die zwei grünen Lampen am Signal Ös 180:

Ausfahrsignal Ös 180 und Sperrsignal 180, Östersund, 20.7.1989

Donnerstag, 30. November 2017

Schweden, 1989: Eine schwierige Zugkreuzung in Ånn

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Jetzt sind wir schon weit im Norden, an der Mittban nach Östersund und weiter nach Storlien in Norwegen. Wir wollten zwar zur Inlandsban nach Östersund, sind aber – weil der Nachtzug von Stockholm dort zu früh ankam – ein Stück weiter bis Ånn gefahren und von dort später einige Stationen zurück. In der kleinen Station Ånn war eine ziemliche Menge an Zügen unterwegs, und zum Schluss kam es noch zu einer interessanten Zugkreuzung.

Das Stellwerk in Ånn war ein "centrallås" (Zentralschloss), allerdings mit handgestellten Weichen ("klotväxels" = "Kugelweichen" nach den runden Stellgewichten), die vom Stellwerk bei Zugfahrten nur elektrisch verriegelt wurden. Am ersten Bild sieht man dieses Stellwerk, das an der Wand des Bahnhofsgebäudes montiert war.

Leider fehlt mir viel Wissen darüber, was die diversen Anzeigen bedeuten. Ich schreibe hier einmal eine Liste, mit meinen Vermutungen oder Fragen in kursiv:
  • Ganz unten befinden sich zwei Fahrstraßenhebel. Der linke ist beschriftet mit A1 und A1o, der rechte mit B1 und B1o. Die mit "o" bezeichneten Fahrstraßen werden bei Durchschaltung des Bahnhofs eingestellt: Mit dem Schlüssel K14 werden dann die Signale für Durchfahrten in beiden Richtungen freigestellt. Offenbar werden nur die Einfahrstraßen damit mechanisch ausgewählt; und signalisierte Einfahrten auf Gleis 2 sind offenbar nicht möglich – obwohl wir später eine Einfahrt auf Gleis 2 sehen werden!
  • In der Reihe darüber befinden sich die Schlüsselschalter der Hauptsignale, die alle mit einem Schlüssel vom Typ K15 gestellt werden.
  • Neben dem Schloss für Ausfahrsignal C befindet sich das Schloss für den schon erwähnten K14-Schlüssel zum Durchschalten des Bahnhofs, dann ein vorhandener Schlüssel K11 (eine Weiche samt Sperrschuh? "låst" bedeutet "verschlossen") sowie zwei Schlüssel K1 (die Einfahrweichen?).
  • Mechanische Anzeigen darüber zeigen die Stellung der Schlösser. Offenbar werden Signale durch Umsperren des Schlüssels freigestellt, der Schlüssel kann dann aber entnommen werden, wie man beim Signal C sieht, dessen grüne Anzeige leuchtet. Die mechanische Anzeige über dem entsprechenden Schloss ist aber weiß, also wohl "entsperrt".
  • Die Anzeigen für die Hauptsignale in der Reihe darüber zeigen direkt Stopp (mit rot) und Fahrt (mit grün) an. Unterhalb der Hauptsignale befinden sich die Haltwurfschalter für Notfälle.
  • Ganz links und rechts außen befinden sich Anzeigen, die wie Vorsignale markiert sind – auf späteren Fotos sieht man aber, dass sie leuchten, obwohl die Anzeigen der Einfahrsignale rot zeigen. Sie müssen also einen anderen Zweck haben, der mir unklar ist.
  • Darüber befinden sich noch sechs Anzeigen:
    • "Lp låst" ganz außen; meine Vermutung ist, dass dies die Belegtanzeige des Streckenblocks ist. Lp könnte die Abkürzung für "Lastplats" sein, weil viele Strecken in Schweden offenbar mit "Lastplats-blockering" ausgestattet war, also einer Möglichkeit zur Freigabe von zwischen den Bahnhöfen liegenden "Awansts" (Ausweichanschlussstellen, wie das in Deutscland und Österreich heißt) – mir scheint aber, dass diese Einrichtung als vereinfachte Streckenblockung verwendet wurde, weil sie auf so vielen Strecken vorhanden war ...;
    • "Sp a/c" und "Sp b/d" weiter innen; hier könnte es sich um Festlegeanzeigen handeln;
    • "SS 1+" und "SS 2+" ganz innen könnten Gleisbesetzt-Anzeigen für Gleis 1 und Gleis 2 sein.
  • Links neben dem Stellwerk ist ein zusätzliches Kästchen für einen K15-Schlüssel und zwei Anzeigen "Lp låst" und "Lp fri" angebracht. Handelt es sich hier um die tatsächliche Freigabe einer Anschlussbahn ("Lastplats")?

Soviel als "Bildbeschreibung":

Stellwerk, Ånn, 20.7.1989

Am folgenden Bild sieht man, dass links die "Vorsignal-Lampe" leuchtet:

Stellwerk, Ånn, 20.7.1989

Hier steht noch immer unser Nachtzug von Stockholm her:

Rc4 1272 mit Nachtzug, Ånn, 20.7.1989

Rc4 1272, Ånn, 20.7.1989

Am Fabriksschild sieht man, dass zumindest ein Wagen damals ziemlich neu war:

Fabriksschild Kalmar, Ånn, 20.7.1989

Es tut sich was – was auch immer:

Stellwerk, Ånn, 20.7.1989

Am Ausweichgleis wartet ein Schotterzug:

SJ Hg 778 und SJ Hg 664 vor einem Schotterzug, Ånn, 20.7.1989

SJ Hg 778, Ånn, 20.7.1989

Und am dritten Gleis wird eine Stopfmaschine in Bewegung gesetzt – ja, es war ziemlich was los auf dieser kleinen Station:

Stopfmaschine, Ånn, 20.7.1989

Der ziemlich langbeinige Fahrdienstleiter stellt hier was auf dem Stellwerk: Ich denke, dass gerade der Schotterzug ausfährt:

Fahrdienstleiter, Ånn, 20.7.1989

Aus der Ferne aufgenommen, sieht man, dass die innersten Lampen nicht mehr leuchten – ich denke, dass dies bedeutet, dass nun die beiden Hauptgleise frei sind:

Stellwerk, Ånn, 20.7.1989

Aber nicht lange: Bald darauf fährt ein weiterer Zug Richtung Storlien ein:

SJ Rc5 1331, Ånn, 20.7.1989

Und kurz drauf kommt ein Gegenzug! Jetzt wird es spannend (links steht die Stopfmaschine):

SJ Rc5 1342 mit Gegenzug, Ånn, 20.7.1989

Beide Gleise des kleinen Bahnhofs sind besetzt – wir sind in den rechten Zug eingestiegen, der uns nach Östersund bringen sollte:

Beide Gleise besetzt, Ånn, 20.7.1989

Als nächstes ist der zuerst eingefahrene Zug Richtung Storlien weitergefahren. Der zweite Zug aber ist nicht direkt ausgefahren – war der Weg zur (ortsbedienten) Weiche zu weit (aber beim Schotterzug hat das auch funktioniert mit einer Ausfahrt – vielleicht war da aber mehr Zeit ...)? Nein, dieser Zug hat nun über die Einfahrweiche zurückgeschoben – hier sieht man, wie ich bei diesem Manöver den Fahrdienstleiter an der Weiche aufgenommen habe:

Rückwärts über die Einfahrweiche, Ånn, 20.7.1989

Und hier ein Foto kurz danach – unser Wagen ist an der Weiche schon vorbei, die Lok schiebt uns noch, und der Fahrdienstleiter wartet, auf seine Fahne gestützt, ab:

Gleich sind wir ganz draußen, Ånn, 20.7.1989

Und jetzt geht's schon vorwärts am Bahnhof vorbei. Die Uhr sagt, dass die ganze Kreuzung um die 10 Minuten gebraucht hat:

Vorwärts geht's nach Östersund, Ånn, 20.7.1989

Ein letzter unscharfer Blick auf das Stellwerk und den Fahrdienstleiter. Das mit der Gleisbelegtanzeige kann so nicht (oder nicht ganz) stimmen, denn das Gleis 2 ist ja jetzt definitiv frei, trotzdem leuchten am oberen Rand alle sechs Lampen ...:

Stellwerk im Vorbeifahren, Ånn, 20.7.1989

Dienstag, 31. Oktober 2017

Schweden 1989: Einige Signale

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Die folgenden Bilder sind von unserer Fahrt von Mariestad nach Stockholm – leider weiß ich bei den meisten nicht mehr, wo sie aufgenomen wurden.

Entlang der Västra stamban fährt man lange Zeit durch Wälder:

?, 17.7.1989

Irgendwann kam dann ein Bahnhof. Grün über grün bedeutet "Fahrt mit 40 km/h, nächstes Signal kann Halt anzeigen":

Einfahrsignale, ?, 17.7.1989

Vor den ersten Weichen stehen zwei Zwergsignale:

Zwergsignale, ?, 17.7.1989

Das folgende Bild zeigt die Einfahrsignale von Hallsberg. Dreimal grün am linken Signal bedeutet "Fahrt mit 40 km/h, kurze Einfahrt":

Einfahrsignal, Hallsberg, 17.7.1989

Hier sieht man, extrem herausvergrößert, den Grund für die kurze Einfahrt – das Einfahrgleis ist weiter hinten von einem anderen Zug besetzt. Links vom Einfahrgleis sieht man zwei Sperrsignale in Fahrtstellung:

Besetzte Einfahrt, Hallsberg, 17.7.1989

Leider habe ich hier genau bei einem Abspannseil abgedrückt – hier stehen abgestellte Da, die alten weitverbreiteten schwedischen Stangen-E-Loks, und eine kleine Verschublok der Reihe Z65:

Hallsberg, 17.7.1989

In irgendeinem Gleis habe ich diese Schienenbefestigungen fotografiert, die ich sonst nirgends gesehen habe:

Schienenbefestigungen, Hallsberg?, 17.7.1989

Und im selben Bahnhof gab's auch noch genagelte Schienen:

Schienenbefestigungen, Hallsberg?, 17.7.1989

Zuletzt wieder einmal eine Rc4:

SJ Rc4 1107, Hallsberg?, 17.7.1989

Montag, 30. Oktober 2017

Schweden 1989: Centralapparat in Mariestad

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Von Mariestad habe ich fast nur Bilder des "Centralapparats" – das ist ein Typ kleiner elektrischer Stellwerke, bei dem nur der Ausschluss der Fahrstraßen gegeneinander mechanisch erfolgt. Hier sieht man die kleine Anlage:

Stellwerk, Mariestad, 17.7.1989

An der folgenden Detailaufnahme der Gleistafel kann man einige Details erkennen, darunter auch einiges, was ich nicht verstehe:
  • Nur die Weichen, die für Zugfahrten in beide Richtungen benötigt werden, sind mit elektrischen Antrieben ausgestattet. Hier sind das (auf dieser Seite des Bahnhofs) das Weichenpaar 2/17 (zur Verzweigung in die Gleise VI und VII) und die Weiche 8 (zur Verzweigung in V und VI).
  • Die Weichenstellung wird über runde Lampen angezeigt, die Balken daneben sind offenbar die Anzeigen der jeweiligen Gleisisolierung.
  • Obwohl hier keine Zugfahrt stattfindet, ist der Schranken V1 geschlossen – die Lampe N ("ned", d.h. "unten") leuchtet, nicht wie bei den anderen Schranken die Lampe U ("upp", "oben").
  • Während es in Lidköping zwei Signale in Ausfahrrichtung gab, gibt es hier zwei in Einfahrrichtung: C ganz links, D zum Schutz der Einfahrstraßen im Bahnhof.
  • Neben dem Ausfahrsignal E sind die Symbole zweier Zwergsignale hintereinander vorhanden, die ebenfalls mit E gekennzeichnet sind – wieso zwei?
  • Ein Ladegleis mit handgestellten und schlüsselgesperrten Weichen ist getrennt links oben gezeichnet und mit einem Pfeil dem Gleisplan zugeordnet – aber wo sich dieses Gleis genau befindet, ist nicht wirklich zu erkennen.

Stellwerk, Mariestad, 17.7.1989

Das folgende Bild zeigt eine festgelegte, aber nicht freigestellte Einfahrt in Gleis 6 (Fahrstraße d2 VI, "Från Lugnås till spår VI"). Der Fahrstraßenhebel unten ist umgelegt, es ist aber kein Schlüssel für das Freistellen eines Signals eingesteckt (wie ich's verstehe, muss bei eingestecktem Signalschlüssel der Fahrdienstleiter immer anwesend sein):

Stellwerk, Mariestad, 17.7.1989

Dieser Detailausschnitt zeigt die Ausleuchtungen (Klick öffnet das Bild in voller Auflösung):
  • Im Gleis 6 leuchtet der nach rechts zeigende Pfeil der Fahrstraße d2 VI;
  • beim Weichenpaar 4/19 und bei der Weiche 10 leuchten zusätzliche Festlegelampen (wozu bei Weiche 10, ist mir nicht klar);
  • das (untere) Sperrsignal beim Signal E leuchtet.

Stellwerk, Mariestad, 17.7.1989

Hier sieht man die Bedieneinrichtungen unter der Gleistafel für die links Seite des Bahnhofs (Klick öffnet wieder das Bild in voller Auflösung):
  • In der obersten Reihe sind zuerst die zwei Nothaltschalter für Signal C sowie die Signale D und E. Der nächste Schalter erlaubt das lokale Stellen des Schrankens V1 ("Lokalmanövrering" = "Ortsbedienung"). Rechts davon sind zwei Umschalter für die Lokalbedienung des Weichenpaars 2/17 sowie der Weiche 8 ("Växel" = "Weiche", "lokalmedgivande" = "Ortsfreigabe" oder "Ortszustimmung", "centralomläggning" = "Zentralumstellung"). Der nächste Schalter ist die Freigabe für eine Menge von Weichen und zugehörigen Sperrschuhen ("Medgivande 4/19/SpVIII, 6/SpVII, SpI, 3/SpII, 5/SpIII").
  • In der zweiten Reihe befindet sich nur eine Taste zum Öffnen des Schrankens V1 ("V1 Upp").
  • Die dritte Reihe hat einen Schalter zur Ortsbedienungsfreigabe des (äußersten) Schrankens V4, dann einen Stoppschalter für die Bewegung der Schrankenbäume von V1 ("V1 Stopp") sowie zuletzt die Tasten für die Plusstellung von Weichenpaar 2/17 und Weiche 8.
  • In der vierten Reihe sind schließlich drei Tasten zum Schließen der Schranken V3, V2 und V1 (jeweils mit "Ned" beschriftet) sowie die Tasten für die Minusstellung von 2/17 und 8:

Stellwerk, Mariestad, 17.7.1989

Hier ist schließlich ein Blick auf die Bedieneinrichtungen darunter:
  • Ganz unten befinden sich die Fahrstraßenhebel. Für die möglichen Einfahrten auf Gleis V, VI und VII gibt es getrennte Fahrstraßen "Från Lugnås till spår ..." = "Von Lugnås nach Gleis ...", während für die Ausfahrten aus allen drei Gleisen nur eine Hebellage vorhanden ist ("till Lugnås från spåren V VI VII").
  • Darüber befinden sich die Signalschlösser. Signale werden offenbar immer mit Schlüssel K15 gestellt.
  • Die Anzeigen darüber scheinen mir mechanisch bewegte Blenden zu sein, die anzeigen, ob ein Schlüssel umgesperrt ist.

Stellwerk, Mariestad, 17.7.1989

Die folgenden Bilder zeigen zeigen zwei Weichen. An der ortsbedienten Weiche 10 sieht man links den (vermutlich elektromechanischen) Riegel zur Festlegung bei Zugfahrten. Auf dem Stellhebel befindet sich das Schloss, aus dem bei umgelegter Weiche der Schlüssel für den zugehörigen Sperrschuh VI entnommen werden kann.

Weiche 10, Mariestad, 17.7.1989

Dieses Foto zeigt den Spitzenteil der Weiche. Der Versatz der Stellstange zur Anlenkung an den Zungen und auch der Deckel vor dem Riegel deuten darauf hin, dass es hier Spitzenverschlüsse gibt. Trotzdem ist der Weichenbock auf verlängerten Schwellen, also sehr stabil relativ zu den Zungen montiert, und die Backenschienen werden durch ein Stahlprofil gehalten, das wegen der Weichenisolierung mit einer Isoliereinlage versehen ist:

Weiche 10, Mariestad, 17.7.1989

Eine elektrisch gestellte Weiche (vermutlich Weiche 8, vielleicht auch Weiche 2) ist hier zu sehen. Der Antrieb ist offensichtlich mit Innenverschlüssen ausgestattet, was eine massive Verbindung mit den Backenschienen erfordert, die über den Aufbau auf zwei verlängerten Schwellen sowie zusätzlichen Stahlprofilen auf diesen Schwellen erfolgt:

Elektrische Weiche, Mariestad, 17.7.1989

Zuletzt habe ich noch diese kleine Verschublok aufgenommen und dahinter ein kleines Eck des großartigen Bahnhofs – im Internet findet man eine ganze Reihe von Aufnahmen dieses schönen Gebäudes:

SJ Z65 508, Mariestad, 17.7.1989