Montag, 2. April 2012

Diverses von 1983

Einige angesammelte Fotos von April bis Juni 1983 stehen in diesem Posting.

4010.01, Wien West, April 1983

2050.02 als Lokzug, Wien Donauuferbahnhof, 14.5.1983

Das leuchtende A bedeutete (soviel ich mich erinnern kann), dass der Fahrkartenautomat außer Betrieb ist:

Leopoldau, 18.6.1983

1042.5xx mit 6512 bei Guntramsdorf, 28.6.1983

Offene Weichenantriebe sah ich noch viel seltener als offene Blockapparate. In Wien Süd gab es allerdings am 7.5.1983 Arbeiten an der doppelten Kreuzungsweiche 37:

Ein elektrischer Weichenantrieb der DKW 37, Wien Süd, 7.5.1983

Ein elektrischer Weichenantrieb der DKW 37, Wien Süd, 7.5.1983

Die erste 1063 war an diesem Tag in Wien Süd als Reserve eingeteilt:

1063.01, Wien Süd, 7.5.1983

Weiß jemand, wo die folgende Aufnahme entstanden sein könnte? Kandidaten sind Bahnhöfe zwischen Bruck an der Mur und Villach:

Ergänzung 11.10.2017: Im EBFÖ hat ESVKnittelfeld, nach "Wiedervorlage" durch "2043.502", das Rätsel gelöst: "...eindeutig in Knittelfeld auf Höhe Stw. 2...".

2043.01, Zeltweg Knittelfeld, 7.5.1983

Aus dem Zug schoss ich Fotos der 1042.03 und vor allem eines danebenstehenden JZ-Triebwagens, offenbar bei der Überführungsfahrt:

Spittal-M., 1042.03, 7.5.1983

Spittal-M., JZ-Triebwagen, 7.5.1983

Am selben Tag war ich auch noch kurz am Führerstand eines nicht näher bezeichneten 4010:

Führerstand 4010, 7.5.1983

Führerstand 4010, 7.5.1983

Auf der Stadlauerbrücke kamen mir eine Woche später etwas zu schnell eine grüne und eine rote 1042 entgegen:

1042.18 + 1042.5, Stadlauerbrücke-Lusthaus, 14.5.1983

In der Nähe des alten Kühllagerhauses stand damals noch die alte Bnt-Lok als Denkmal herum, gar nicht schlecht in Schuss gehalten:

Lagerhauslok-Denkmal, Kühlhäuser am Handelskai, Mai 1983

Mit einem Minimal-Güterzug fährt die 1042.703 in den Donaukaibahnhof ein.

Wien Donaukaibahnhof 1042.703, Mai 1983

Viel zu wenige Fotos habe ich von der alten Stadtbahn gemacht:

Stadtbahn, Währinger Straße-Volksoper, 1983

Zwei 4-Wagen-Züge der Stadtbahn begegnen sich, Friedensbrücke, Juni 1983

Und zum Schluss zwei nicht ganz scharfe Aufnahmen von Weichen in Maxing:

Flachkreuzung I, Maxing, Mai 1983

Weiche mit Mittelverschluss, Maxing, Mai 1983

Zum Schluss hänge ich hier noch eine Aufnahme vom Juli 1983 an, die zu den Geschichten vom Semmering nicht dazupasst:

1043.10 vor 4975, Villach Hbf, 2.7.1983

Sonntag, 1. April 2012

St.Georgen an der Gusen, Steyregg, 1983

Am 7.4.1983 habe ich einen Abstecher auf die Summerauer Bahn gemacht. Zuerst habe ich St. Georgen an der Gusen besucht, wo ich den 3836 mit einer grünen 1042 als Zuglok und einer 1141 als Nachschiebelok noch bei der Ausfahrt erwischt habe:

1042.16 + 1141.05 Nachschiebe mit 3836, St.Georgen a.d.Gusen, 7.4.1983

In der Fahrdienstleitung stand ein üblicher Rankapparat, allerdings gab es hier trotz eingleisiger Strecke getrennte Fahrstraßenauflösefelder für Ein- und Ausfahrt jeder Richtung. Im folgenden Bild sehen wir eine Durchfahrt von Summerau nach Linz gestellt:

Befehlswerk, Fdl, St.Georgen a.d.Gusen, 7.4.1983

Auf dem Signalanzeigepult sieht man, dass das Einfahrsignal Z und eines der Ausfahrsignale H auf frei stehen, und dass aus Richtung Summerau der Block belegt ist (und dass St. Georgen einen "Achssprung" hatte, d.h. es gab kein durchgehendes Hauptgleis):

Signalpult, Fdl, St.Georgen a.d.Gusen, 7.4.1983

Am Stellwerk 2 habe ich auch noch drei Fotos aufgenommen. Auch am dortigen Blockapparat gibt es, entsprechend zur Fahrdienstleitung, getrennte Fahrstraßenfestlegefelder für Ein- und Ausfahrt:

Blockapparat, Stw.2, St.Georgen a.d.Gusen, 7.4.1983

Die Hebelbank enthält noch Weichen- und Riegelhebel:

Blockapparat und Hebelbank, Stw.2, St.Georgen a.d.Gusen, 7.4.1983

Das Stellpult enthält Tasten für die Signalfreistellung, zum Rückblocken sowie die ErsHaT, die Ersatzsignal-Halt-Tasten:

Signalpult, Stw.2, St.Georgen a.d.Gusen, 7.4.1983

In Steyregg stand (noch bis vor kurzem) ein Mittelstellwerk, das eine in Österreich einmalige Fahrstraßenfestlegung mit "Sperrmagneten" verwendete. Das Stellwerk wurde zwei Jahre nach meinem hier dokumentierten Besuch, also 1985, auf elektrische Weichen umgebaut und mit einem neuen Stellpult von der Bauart VGS 80 versehen. Die spezielle Fahrstraßenfestlegung blieb allerdings erhalten und führte im Jahr 2007 aufgrund von Abnutzungen zu einem Beinahezusammenstoß.

Hier sehen wir noch die alte Anlage mit mechanischen Weichen und Eigenbau-Stellpult der ÖBB. Es ist interessant, sie mit den Bildern in dem Untersuchungsbericht des Beinahe-Unfalls zu vergleichen – insbesondere ist dort die Batterie von Pokalen nicht mehr vorhanden!

Hebelbank mit Sperrmagnet-Aufsatz, Fdl, Steyregg, 7.4.1983

Das Stellpult war ein relativ typisches Eigenbau-Stellpult der ÖBB, mit zusätzlichen Anzeigen für die Gleisfreimeldung:

Signalpult, Fdl, Steyregg, 7.4.1983

Im folgenden Bild sieht man eine freigestellte Einfahrt von Linz. Zwei Bilder vorher sieht man, dass die Weiche 1 in die Ablenkung gestellt und verriegelt ist – die Einfahrt findet also auf den Hausbahnsteig auf Gleis 3 statt, während das mittlere Gleis 1 von einem anderen Zug belegt ist:

Signalpult, Fdl, Steyregg, 7.4.1983

Hier sieht man – leider etwas unscharf – den Güterzug, der auf Gleis 1 einfährt:

Steyregg, 1042.568 mit 44071, 7.4.1983

Und hier fährt der kreuzende Personenzug auf Gleis 3 ein – der Güterzug steht dahinter:

1041.12 mit Personenzug, Steyregg, 7.4.1983

Zuletzt noch eine Aufnahme von einem Drahtrollenständer, vermutlich auch in Steyregg entstanden:

Steyregg, 7.4.1983

Abzweigung Hasenleiten, 1983

Noch ein kleines Posting von der Abzweigung Hasenleiten (wo übrigens mein Schwager in den 90er Jahren als Fahrdienstleiter Dienst schob). Der Gleisplan war etwas wundersam, weil auf der Strecke von Wien Süd nach Erdberg links gefahren wurde, während die Strecke von Simmering Verschiebebahnhof nach Erdberg Rechtsbetrieb hatte. Es reichte daher bei der Zusammenführung eine einzige Weiche (und eine Schutzweiche), wie man auf der folgenden Signalanzeige- und -stelltafel sehen kann:

Abzw. Hasenleiten, 26.2.1983

Mehrere Spezialitäten sind auf dieser Tafel noch zu sehen:
  • Die Abzweigung bediente auch ein Signal A2 auf der Strecke Wien Süd – Erdberg, das allerdings ein reines Blocksignal war.
  • Richtung Wien Süd stand das "Auflösesignal" F. Dieses Signal zeigte andauernd grün und war nötig, weil sich am Signal Z/af das Einfahrvorsignal zum Einfahrsignal A von Simmering Verschiebebahnhof befand. Wenn nun allerdings Richtung Wien Süd gefahren wurde, musste für dieses Vorsignal auch ein Hauptsignal da sein – und dafür wurde eben dieses "Auflösesignal" aufgestellt.
  • Die Anzeigetafel zeigt auch das Vorsignal z zum Signal Z. Allerdings war dies kein eigenes Signal, sondern – wieder wegen des knappen Abstandes – waren auf den Ausfahrsignalen H von Erdberg Vorsignale z montiert.
Richtung Wien war ein ZG-Block in Betrieb, Richtung Verschiebebahnhof allerdings ein Felderblock, dessen Belegtzustand jedoch offenbar durch eine weiße und rote Lampe in der Anzeigetafel angezeigt wurden:

Abzw. Hasenleiten, 26.2.1983

Das ganze Stellwerk brauchte immerhin vier Hebel:
  • Ein Weichenhebel für die W2
  • Ein doppelter Riegelhebel für die W2
  • Ein Weichenhebel für die Schutzweiche W1 (die keine Riegelhebel brauchte, da sie nicht gegen die Spitze befahren wurde):

Abzw. Hasenleiten, 26.2.1983

Das letzte Bild zeigt im Hintergrund das Stellwerksgebäude der Abzweigung, und vorne die Anordnung der Einfahrvorsignale von Erdberg – links die Strecke mit Linksfahren von Wien Süd, rechts jene mit Rechtsfahren von Simmering Verschiebebahnhof:

Abzw. Hasenleiten, 26.2.1983

Simmering Ost, 1983

Am selben Tag, an dem ich die Abzweigung Kledering besucht habe, habe ich auch Fahrdienstleitung und Stellwerke von Simmering Ost abgeklappert – und bin wieder über einen offenen Blockapparat gestolpert! Die Anlagen von Simmering Ost waren ein ziemliches Mischmasch:
  • Das Stellwerk 1 Richtung Wien Süd war noch ein klassischer 5007er, allerdings mit ZG-Block und Lichtsignalen.
  • Das Stellwerk 2 Richtung Simmering Verschiebe und Richtung Abzweigung Kledering war ein K47, aufgebaut auf einem 5007er-Untergestell (hier stand vorher EM47 – aber das war wohl nur ein informeller Begriff; laut Hager heißt die Type K47).
  • In der Fahrdienstleitung stand ein Rankapparat, allerdings wegen des knappen Abstandes zu Simmering Verschiebe und wegen des K47 mit ganz untypischen Blockfeldern.

Hier sind die einzelnen Anlagenteile im Detail:

Der Rankapparat in der Fahrdienstleitung stand noch auf einem typischen altösterreichischen hölzernen Unterschrank:

Befehlswerk Fdl, Simmering Ost, 26.2.1983

Ganz links sehen wir die normalen vier Blockfelder einer zweigleisigen Strecke mit ZG-Block. Dieses Blockwerk hatte übrigens (warum auch immer) keinen Induktor und daher auch keine Kurbel. Zum Blocken wurde die linke Kurbel des anderen Blockwerks verwendet, deren Griff man am rechten Rand noch erkennen kann:

Befehlswerk Fdl Richtung Wien Süd (Stw.1), Simmering Ost, 26.2.1983

Die Blockfelder Richtung Stellwerk 2 waren sehr speziell: Richtung Verschiebebahnhof gab es eine Wiederholungssperre, eine "Freigabe" sowie ein "Ee" und ein "Ea"-Feld zur Kommunikation mit dem Verschiebebahnhof. Wenn ich wetten müsste, würde ich meinen, dass hier folgende mechanischen Abhängigkeiten bestanden habe:
  • Blocken der Wiederholungssperre blockt auch das Ee-Feld;
  • Blocken des Ea-Feldes blockt auch die Freigabe.
Wie komme ich darauf? ... wegen der Länge der Tasten: Langer Hebel = Hebelarm für zwei Blockfelder; und wegen der sichtbaren Verbindungsfedern zwischen den nebeneinanderliegenden Tastenpaaren.
"Erlaubnis"-Felder gab es eigentlich nur beim österreichischen Streckenblock für eingleisige Strecken, um der Gegenstelle die Einfahrt eines Zuges in einen Blockabschnitt zu erlauben. Allerdings wurden diese Bezeichnung des öfteren dort verwendet, wo es um Zustimmungen zwischen Bahnhöfen über den Verkehr auf einer eingleisigen Strecke ging – wie eben hier (im Gegensatz dazu waren die Abhängigkeitsfelder zwischen der Abzweigung Kledering und dem Verschiebebahnhof mit dem üblichen Begriff "Zustimmungsfeld" gekennzeichnet, wie man im vorherigen Posting sehen kann):

Befehlswerk Fdl Richtung Simmering Verschiebe (Stw.2), Simmering Ost, 26.2.1983

Hier sind schließlich die Blockfelder Richtung Nickelsdorf (oder Bruck a.d.Leitha oder Abzweigung Kledering):

Befehlswerk Fdl Richtung Abzw.Kledering (Stw.2), Simmering Ost, 26.2.1983

Insgesamt gibt es folgende Blockfelder am Befehlswerk:

Hier die Abkürzungen aufgedröselt:
  • Ba = Befehlsabgabe
  • Ea = Erlaubnisabgabe
  • Ee = Erlaubnisempfang
  • Fa = Fahrstraßenauflösung
  • Str-anfbl. = Streckenanfangsblock
  • Str-endbl. = Streckenendblock
  • Wsp = Wiederholungssperre; am Block "Wdhg.sperre"
Für die Signalanzeige und die Bedienung der Ersatzsignale stand in der Fahrdienstleitung ein kleines Stell- und Anzeigepult. Am folgenden Bild sieht man es mit einer Durchfahrt von Wien nach Bruck. Man sieht auch eine leuchtende "Ff"-Lampe, die dem Fahrdienstleiter anzeigt, dass im K47-Stellwerk die Fahrstraße festgelegt ist – dafür gibt es ja keine Felder. Über die diversen Hilfstasten darauf wie die Schlüsselschalter "HA" – "Haltanforderung"? – oder "HWT" – ?? – lasse ich mich nicht aus, weil mein Tagebuch dazu leider schweigt:

Signalanzeigepult, Fdl, Simmering Ost, 26.2.1983

Am folgenden Bild sehen wir nocheinmal die Felder Richtung Wien Süd, diesmal mit einer gestellten Ausfahrt: Ba-Feld ist weiß = Befehl ist abgegeben, Fa-Feld ist grün = Fahrstraße ist im Stellwerk festgelegt. Rechts hat der Blockapparat schon seine Abdeckung verloren:

Befehlswerk Fdl, Simmering Ost, 26.2.1983

Und hier sehen wir den geöffneten rechten Blockapparat. Richtung Simmering Verschiebebahnof ist eine Ausfahrt eingestellt:
  • Die Knagge unten links ist auf "Ausf." umgelegt.
  • Das Ee-Feld (Erlaubnisempfang; zweites Feld von links) vom Verschiebebahnhof ist weiß, d.h. dort ist die Fahrstraße schon festgelegt.
  • Das Freigabefeld (drittes Feld von links) ist ebenfalls weiß, d.h. das Stellwerk 2 hat die Freigabe (den Befehl) erhalten, die Ausfahrt Richtung Verschiebebahnhof zu stellen:
Zugleich(!) ist am selben Bahnhofskopf auch eine Einfahrt und eine Ausfahrt Richtung Abzweigung Kledering festgelegt, wie man an den beiden anderen Knaggen sieht. Und für die Einfahrt von dort ist auch das Freigabefeld (drittes Feld von rechts) auf weiß geblockt.
Wieviele dieser Fahrten allerdings echte Fahrten sind, und wieviele der Signalmeister für eine Fehlersuche braucht, kann ich im Nachhinein nicht mehr feststellen:

Geöffnetes Befehlswerk Fdl, Simmering Ost, 26.2.1983

Während am Stellwerk gebaut wird (und es daher als untauglich zählt), stehen am Boden die Fronttafeln des Blockwerks:

Befehlswerk Fdl, Simmering Ost, 26.2.1983
Befehlswerk Fdl, Simmering Ost, 26.2.1983

Hier sieht man nocheinmal den ganzen Apparat aus derselben Perspektive wie im ersten Bild, aber rechts offen. Die Blockfelder Richtung Verschiebebahnhof sind wieder in Grundstellung, also alle vier rot, und die Knagge unten ist wieder in die senkrechte Stellung zurückgelegt. Das Freigabefeld von Bruck (drittes von rechts) ist auch wieder rot, daneben ist der Besetztmelder wieder weiß, d.h. die Strecke ist nicht mehr besetzt, d.h. der Zug ist im Bahnhof – oder schon Richtung Wien davongefahren, und die Ausfahrt dort ist auch schon zurückgestellt. Nur die zwei Knaggen unten legen durch ihre Schrägstellung noch mechanisch die Ein- und Ausfahrt fest:

Geöffnetes Befehlswerk Fdl, Simmering Ost, 26.2.1983

Vom Stellwerk 1 gibt es nur zwei Aufnahmen, die einen üblichen 5007er mit Lichtsignalen zeigen. Das erste Bild ist von Blockapparat und Signalstell- und -anzeigetafel. Wir sehen eine Ausfahrt nach Wien – Be-Feld weiß = Befehl ist empfangen, Ff-Feld grün = Fahrstraße ist festgelegt, und oben drüber zeigt das Signal H1y frei. An diesen Signalen waren auch schon die Einfahrvorsignale "y" für Wien Süd montiert – hier zeigt dieses Signal noch "halt erwarten". Das Signal H4y ist ganz dunkel – ich meine mich zu erinnern, dass es dieses Gleis nicht mehr als Hauptgleis gab, weil dort schon die neue Einfahrt Richtung Kledering Einfahrbahnhof gebaut wurde:

Blockapparat und Signalanzeigetafel, Stw.1, Simmering Ost, 26.2.1983

Die Hebelbank war noch mit allen Weichenhebeln – darunter zwei Madnerhebeln – bestückt, aber natürlich keinen Signalhebeln mehr. Ganz rechts, unter dem Gleisanzeiger, sind zwei Fahrstraßenknaggen umgelegt, um die Ein- und Ausfahrt nach Wien auf den durchgehenden Gleisen zu verschließen:

Stellwerk 1, Simmering Ost, 26.2.1983

Vom "mechanischen K47" im Stellwerk 2 habe ich leider nur diese unscharfe Aufnahme. Der ganze Apparat ist auf dem Untergestell des alten 5007er-Stellwerks aufgebaut. Ein Hebelersatzschloss hat sogar noch einen Platz dort gefunden und macht über einen Hebel das Verschlussregister des elektromechanischen Stellwerks von seiner Stellung abhängig:

Stellwerk 2, Simmering Ost, 26.2.1983

Im folgenden Detail sieht man die grünen Fahrstraßenschalter für die mechanische Festlegung der Fahrstraßen und die roten Schalter für die Signale. Wie das 42733 – siehe z.B. das Stellwerk 1 von Salzburg in diesem Posting – hatte auch das K47 die "klassische" Trennung von Fahrstraßenhebeln/schaltern und Signalhebeln/schaltern vom mechanischen Stellwerk übernommen (erst beim EM55 wurden in Österreich die "Fahrstraßensignalschalter" verwendet, bei denen mit einem Schalter hintereinander mechanische und elektrische Fahrstraßenfestlegung und Signalfreistellung erfolgten).

Beim Schalter Richtung Simm.Vbf. wurde allerdings bei der Fahrt von Simm.Vbf. kein echtes Signal freigestellt, sondern der Stromkreis freigeschalten, der zusammen mit dem Ea-Feld in der Fahrdienstleitung es ermöglichte, dass Simmering Verschiebe sein Ausfahrsignal freistellen konnte (so reime ich mir das zusammen: Denn die gekuppelten Blockfelder Ea und Freigabe in der Fahrdienstleitung machen es wahrscheinlich, dass dort zugleich Freigabe an Stw.2 und Ea geblockt wurden. Dadurch darf aber Simmering Verschiebe noch nicht die Möglichkeit zur Freistellung erhalten haben – vorher muss ja das Stellwerk 2 noch die Fahrstraße stellen und verschließen und festlegen ... also muss die Bedingung für Simmering Verschiebe sein "Ea von Fdl und Festlegung am Stw.2):

Stellwerk 2, Simmering Ost, 26.2.1983

Das letzte Bild zeigt die Weichenschalter. Die Überwachungslampe zeigt an, dass die Weichenstellung mit der Schalterstellung übereinstimmt – sie ist also beim Weichenumlauf dunkel:

Stellwerk 2, Simmering Ost, 26.2.1983

Und zum Schluss noch ein Betriebsfoto:

5044.17 als 2819, Simmering Ost, 26.2.1983