Freitag, 18. Februar 2022

Sk-Signale zwischen Gersthofen und Gablingen, Februar 2022

English version of this posting

Mal was Aktuelles: Robert und ich wollten die letzten Sk-Signale sehen, die zwischen Gersthofen und Gablingen an der Strecke von Augsburg nach Donauwörth stehen. Das ganze war ein längerer Fußmarsch, auf dem einige Fotos über diese besonderen Versuchssignale entstanden sind, mit wegen Sonnenstand nicht durchgängig guten Ergebnissen. Bevor wir aber in Gablingen das erste solche Signal erreicht haben, ist uns unerwartet die Werkslok des Industrieparks Gersthofen vor die Kameras gefahren – die wir nicht schussbereit hatten; und da wir nahezu im Mittelpunkt des Viertelkreises standen, den das Anschlussgleis dort macht, waren die Fotomöglichkeiten nicht so berauschend. Am Haken hatte die kleine Lok sechs Wagen des "Salzzuges", die nach Mittag von Gablingen weggebracht werden würden:

Lok 9 "Clara" des Industrieparks Gersthofen mit den Wagen des "Salzzuges", 14.2.2022


Lok 9 "Clara" des Industrieparks Gersthofen mit den Wagen des "Salzzuges", 14.2.2022

Kurz später ist uns die Maschine (Henschel DHG500C mit Fabriknummer 30924, Baujahr 1964) leer beim Bahnübergang zur Justizvollzugsanstalt entgegengekommen:

Lok 9 "Clara" des Industrieparks Gersthofen, 14.2.2022

Lok 9 "Clara" des Industrieparks Gersthofen am Bahnübergang Richtung Gefängnis, 14.2.2022

Aber nun zu den Sk-Signalen: Hier ist eine Skizze der Signale zwischen den beiden Bahnhöfen, mit einer Markierung, wo ich Fotos aufgenommen habe – leider nicht von allen, vielleicht muss ich noch einmal hin.
  • Als Symbole verwende ich die, die offiziell für Ks-Signale gezeichnet werden – für Sk-Symbole gibt es keine Normsymbole, aber Sk und Ks sind "nahe genug verwandt", dass das symbolisch funktioniert.
  • Änderung 2.3.2022: Die Vorsignale habe ich nun gemäß Niklas' Kommentar unten (danke!) mit V und dem Namen des Hauptsignals in Kleinbuchstaben bezeichnet.
  • Und nahe aneinander stehende Signale sind in meiner Skizze vertauscht, weil sich sonst die Symbole überlappen oder zu weit auseinander stehen würden. Für die tatsächliche Aufstellung ist es hilfreich, eine der zahlreichen Führerstandsmitfahrten für diese Strecke anzuschauen, die man auf Youtube findet. Am Stelltisch in Gablingen sind sie übrigens noch viel "abstrakter" angeordnet; damit man weiß, wo sie in der Natur stehen, hat dort jemand Klebeschildchen mit der kilometrischen Lage ergänzt.
  • Einige weitere Informationen (u.a. Link zum Gleisplan der DB) und Bilder findet man im Eintrag zu Gablingen Gf auf stellwerke.info.
(Klick öffnet einen größeren Plan):


Der Fußmarsch von Gablingen nach Gersthofen hat bald durch Wiesen und Äcker geführt. Hier sieht man ein erstes Bild des Blockvorsignals V202 knapp südlich von Gablingen:

Sk-Vorsignal V202 für kombiniertes Blocksignal 202, Gablingen, 14.2.2022

Ziemlich genau zwischen den beiden Bahnhöfen stehen dann vier Signale. Drei davon sind Vorsignale, eines ist ein kombiniertes Haupt- und Vorsignal mit einem zusätzlichen Ersatzsignal. Alle haben Geschwindigkeitsvoranzeiger (Zs 3v), weil die zugehörigen Hauptsignale Einfahrsignale sind, die auch für Fahrwege über ablenkende Weichen gelten.

Wie man auf den Bildern sieht, können Sk-Vorsignale auch rechteckige Schirme haben: Beide von Süd nach Nord schauenden Signale Va und Vaa sind nämlich Vorsignale, für die Einfahrsignale von Gablingen. Ich finde den Mischmasch aus runden und eckigen Schirmen allerdings eher irritierend: Die Form eines Signals ist (wie schon die Brüder Chappe wussten) viel besser zu erkennen als die Farbe des schmalen Signalschildes – hier hätte man schon konsequent sein sollen und entweder alle oder kein Vorsignal mit einem runden Schirm ausstatten. Aber ok, das war ja auch eine Versuchsanordnung – wenn sie auch bis jetzt schon 45 Jahre hält (in diesem Streckenabschnitt) ...

Hier sind die Bilder:

Sk-Signale an der Blockstelle zwischen Gersthofen und Gablingen, 14.2.2022

Gegen die Sonne sind die Lampen leider nicht oder kaum zu erkennen:

Sk-Signale an der Blockstelle zwischen Gersthofen und Gablingen, 14.2.2022

Vorsignal Vff100 an der Blockstelle zwischen Gersthofen und Gablingen, 14.2.2022

Vorsignal Vff100 an der Blockstelle zwischen Gersthofen und Gablingen, 14.2.2022

Vorsignal Vff100 an der Blockstelle zwischen Gersthofen und Gablingen, 14.2.2022

Interessant ist, dass beim Vorsignal Va der dreieckige Schirm des Geschwindigkeitsvoranzeigers fehlt. Laut Signalbuch ist er nicht verpflichend – dort wird nur die Farbe der angezeigten Ziffer(n) festgelegt; aber ich hätte schon erwartet, dass man konsequent alle oder keinen Voranzeiger damit versieht; siehe dazu aber auch Niklas' Kommentar. Hier hat es zuletzt endlich ein Zug – es war ziemlich viel los! – auf ein Bild geschafft:

Sk-Signale an der Blockstelle zwischen Gersthofen und Gablingen, 14.2.2022

Ein paar Signale mehr würde ich dort doch gern noch aufnehmen ...

Samstag, 15. Januar 2022

Zwei Stadtbahnfotos von 1991, eins von 1980

Hier sind zwei Bilder aus unserer damaligen Wohnung. Es war Sommer, die Bäume dicht belaubt – man muss das erste Bild daher nicht unbedingt unter "Stadtbahnzug" einordnen, aber immerhin ist die Nummer 4922 deutlich zu erkennen:

Stadtbahn mit E6 4922, Nußdorferstraße, 1991

Beim zweiten Bild sieht man den Triebwagen deutlicher bei seiner Einfahrt in die Station:

E6 4922 und Antoniahof, Nußdorferstraße, 1991

Sprung zurück um 10 Jahre: Leider hab ich die alten Stadtbahngarnituren nicht aufgenommen, als ich 1980 nach Wien kam. Hier ist eine, abgeschnitten, als Beifang der offenbar von mir festgehaltenen Haltetafeln:

Stadtbahn, Meidling, Ende 1980

Samstag, 8. Januar 2022

Zusammengewürfeltes von 1978 bis 1980 - Innsbruck, Jenbach, Hütteldorf, Salzburg, Attnang-Puchheim

Unerwartet ist eine Handvoll von Bildern von 1979 und 1980 aufgetaucht.

Die ersten beiden zeigen Befehls- und Stelltisch am Stw. 2 in Innsbruck Hbf. "FS" hat im EBFÖ die Unterlagen entziffert und damit das Datum festgestellt, aber auch Teile der Texte vor dem Befehlspult verständlich gemacht:

Befehlspult, Stw.2, Innsbruck Hbf, 4.2.1979

Stelltisch, Stw.2, Innsbruck Hbf, 4.2.1979

Zum Vergleich kann man sich meine Bilder von 1987 ansehen – wo man mit Erstaunen feststellt, dass die Felder des Stelltisches nun wieder schön grau und nicht mehr abgewetzt sind: Der einzige Fall, den ich kenne, wo offenbar ein ganzes Stellpult überholt wurde.

Die nächsten beiden Bilder sind aus Jenbach. Eines zeigt die grüne Draisine der Zillertalbahn, von der es nicht allzuviele Bilder gibt – im HiFo von drehscheibe-online sind ein paar (gute, im Gegensatz zu dem hier) zu finden:

Draisine der Zillertalbahn, Jenbach, 1979

Das andere Bild zeigt einen Teil des SpDrL-Stellpults in der Fahrdienstleitung, bringt aber nichts Neues gegenüber den Bildern von 1989:

SpDrL-Stellpult, Fdl, Jenbach, 1979

In der anderen Hälfte Österreichs stehen die Einfahrsignale B und C des Bahnhofs Hütteldorf (von St.Veit und Penzing Vbf her) und, weit im Hintergrund, A und D an den Westbahngleisen, mutig gegen die untergehende Sonne aufgenommen:

Signalbrücke mit Einfahrsignalen B und C, Wien Hütteldorf, ca. 1980

Hier habe ich noch einmal die Signale herausgeschnitten – die Signalbrücke ist dafür nun abgesägt:

Einfahrsignale B und C, im Hintergrund A und D, Wien Hütteldorf, ca. 1980

Und hier sind zwei "sehr alte" Bilder aus dem Jahr 1978 oder 1979 (meine Unterlagen wissen das nicht mehr). Beide zeigen alte BBÖ-Signale. Am ersten, aus Salzburg Hbf, kann man die BBÖ-Signalbezeichnungsnorm erkennen, die auf einigen Bahnhöfen lange überlebt hat – dieses Ausfahrsignal heißt 2,4A7, in Worten "Ausfahrsignal aus Gleis 7 auf die Streckengleise 2 und 4. Im Hintergrund sieht man weitere Ausfahrsignale, diesmal in ÖBB-Ausführung. An allen Ausfahrsignalen zeigen die Verschubsignale Signal 41, d.h. Verschub verboten; das Leuchten dieser Verschubsignale an haltzeigenden Hauptsignalen wurde erst mit der Vorschriftenreform von 1980 abgeschafft. Die zwei weißen Lampen der neuen Verschubsignale sieht man dabei wunderbar aus der Ferne, beim nahen blau-violetten Licht am alten Signal tut man sich eher schwer:

Ausfahrsignal 2,4A7, Salzburg Hbf, 29.7.1978 oder 29.7.1979

Weitere Aufnahmen von Salzburg, insbesondere auch von den Stellwerken, gibt es u.a. hier und hier.

Das Ausfahrsignal H1 in Attnang-Puchheim habe ich hier bei der Vorbeifahrt in Stellung "4a" – also Frei – aufgenommen. Auch hier ist das leuchtende blau-violette Verschubsignal nur schwer zu erkennen, in der Weiß-Optik unten hingegen fängt sich eine Spiegelung und täuscht eine leuchtende Lampe vor (mit Dank an EBFÖ-Diskutanten für Bestätigung des Ortes):

Ausfahrsignal H1 mit Verschubsignal V1, Attnang-Puchheim, 29.7.1978 oder 29.7.1979

Hier gibt es weitere Aufnahmen von Signalen und Stellwerken aus Attnang-Puchheim.

Donnerstag, 6. Januar 2022

Aufnahmen aus Oberweiden vom Frühjahr 1991

Von der schon längst abgetragenen bogenförmigen Überführung der Salmhofer Straße habe ich zuerst aus Langeweile die darunterliegende Einfahrweiche auf der Marchegger Seite aufgenommen:

Einfahrweiche, Oberweiden, Frühjahr 1991

Etwas später hat sich in der Ferne eine Güterzug gezeigt:

2143 065 mit einem Güterzug, Oberweiden, Frühjahr 1991

2143 065 mit einem Güterzug, Oberweiden, Frühjahr 1991

2143 065 mit einem Güterzug, Oberweiden, Frühjahr 1991

2143 065 mit einem Güterzug, Oberweiden, Frühjahr 1991

Und wieder einige Zeit später schleppt dieselbe 2143 065 einen weiteren Zug von Marchegg Richtung Gänserndorf. Wegen einer Kreuzungsänderung darf der Zug den Bahnhof durchfahren, der Fahrdienstleiter gibt daher das Signal -ABFAHRT-, das in diesem Fall als "Durchfahrsignal" "den Zug über die Erlaubnis des Fdl zur Durchfahrt verständigt", wie die Signalvorschrift von damals noch bestimmte (in der V3 stand das unter §46 (5)):

Durchfahrt für Güterzug mit 2143 065, Oberweiden, Frühjahr 1991

Durchfahrt für Güterzug mit 2143 065, Oberweiden, Frühjahr 1991

Durchfahrt für Güterzug mit 2143 065, Oberweiden, Frühjahr 1991

Und noch einer:

2143 030 mit Güterzug, Oberweiden, Frühjahr 1991

Der Personenverkehr war fest in der Hand eines 5047, der zwischen Marchegg und Gänserndorf pendelte:

5047 054, Oberweiden, Frühjahr 1991

An Sicherungsanlagen gab's eine Schrankenkurbel für die Eisenbahnkreuzung direkt im Bahnhof und eine 5007er Hebelbank für die Einfahrsignale und ihre Vorsignale:

Hebelbank, Fdl, Oberweiden, Frühjahr 1991

Freistellen des Vorsignals aus Richtung Marchegg – leider zu dunkel, dafür sieht man hinten den alten Bahnhof:

Hebelbank, Fdl, Oberweiden, Frühjahr 1991

Im Anschluss bin ich zum Einfahrsignal und Vorsignal auf der Gänserndorfer Seite marschiert. Die Signale waren von Reichsbahnbauart, aber mit rückstrahlender Scheibe bzw. Flügeln ausgestattet:

Einfahrvorsignal a, Oberweiden, Frühjahr 1991

Einfahrvorsignal a, Oberweiden, Frühjahr 1991

Einfahrvorsignal a, Oberweiden, Frühjahr 1991

Einfahrsignal A, Oberweiden, Frühjahr 1991

Einfahrsignal A, Oberweiden, Frühjahr 1991

Einfahrsignal A, Oberweiden, Frühjahr 1991

Zuletzt noch einmal der 5047 auf einer Fahrt nach Gänserndorf:

5047 054, Oberweiden, Frühjahr 1991

5047 054, Oberweiden, Frühjahr 1991

Mittwoch, 5. Januar 2022

Zentralstellwerk Schwarzach-St.Veit, Weihnachten 1990

Hier sind drei eher unspektakuläre (offen gesagt: eher schlechte) Fotos vom 23.12.1990 vom "Turm" in Schwarzach-St.Veit – aber sie sind nun tatsächlich die letzten, die "mit Unterstützung meiner A-Karte" entstanden sind. Die Änderungen gegenüber 1985 sind beträchtlich, denn die ehemaligen Tastenpulte sind nun durch das "Videopult"-System ersetzt worden. Die alten Fluoreszenzanzeigen, die man schon 1985 kaum lesen konnte, sind damit entbehrlich geworden und wurden ausgebaut:

Zentrallstellwerk Schwarzach-St.Veit, 23.12.1990

Zentrallstellwerk Schwarzach-St.Veit, 23.12.1990

Zentrallstellwerk Schwarzach-St.Veit, 23.12.1990

Fein säuberlich wurden die "ITT"-Logos durch (ziemlich kleine) "ALCATEL" ersetzt – hier ist das der Anzeigetafel herausvergrößert:

Zentrallstellwerk Schwarzach-St.Veit, 23.12.1990

... allerdings nicht auf den Bildschirmen:

Zentrallstellwerk Schwarzach-St.Veit, 23.12.1990

Und das war's, sozusagen. Aber ich habe ja auch danach ab und zu Stellwerke fotografiert, wie in diesem Blog schon immer wieder zu sehen war. Und einige hundert mehr oder weniger eisenbahn-relevanter Dias habe ich noch scannen lassen, die ich auch alle hier noch zeigen will.

Dienstag, 4. Januar 2022

Das neue SpDrL von Linz Hbf, Dezember 1990

Zwei Jahre vorher war das Ericsson-Befehlswerk noch in Betrieb, aber seit 1990 war nun ein SpDrL für den Hauptbahnhof verantwortlich. Die Bilder, die ich davon Ende 1990 aufgenommen habe, waren (fast) die letzten, für die mir (m)eine A-Karte die Türen geöffnet hat – Ende 1990 hab ich auf eine Weiterverlängerung verzichtet und seither nur mehr sporadisch Stellwerke besucht. Hier sieht man die Anzeigetafel in ihrer ganzen Schönheit und Breite:

Zentralstellwerk Linz Hbf, 23.12.1990

Eine Handvoll Detailaufnahmen gibt es auch noch:

Zentralstellwerk Linz Hbf, 23.12.1990

Zentralstellwerk Linz Hbf, 23.12.1990

Zentralstellwerk Linz Hbf, 23.12.1990

Dritter Bildschirm-Arbeitsplatz am Zentralstellwerk Linz Hbf, 23.12.1990

Zentralstellwerk Linz Hbf, 23.12.1990

Zu dunkel, aber dafür mit Weihnachtsbaum ist dieses Bild – zum Vergleich bitte das Weihnachtsbaumbild der Ericsson-Anlage im Posting, das ganz am Anfang verlinkt ist, ansehen!

Zentralstellwerk Linz Hbf, 23.12.1990

In einem anderen Diaordner von mir sind weitere Fotos dieses Besuchs aufgetaucht, anhand derer man eine Reihe von Details der "EBO" – der "elektronischen Bedienoberfläche" – erkennen kann. Hier ist ein Fahrdienstleiterarbeitsplatz mit vier Bildschirmen:

Zentralstellwerk Linz Hbf, 23.12.1990

Auf den folgenden Bildern sieht man die wesentlichen drei verschiedenen Informationsdarstellungen und Bedienmöglichkeiten:
  • Gleisdarstellung – das ist die übliche Darstellung für den Betrieb, die man auch am vorherigen Bild auf allen vier Schirmen sieht;
  • Weichentabelle;
  • Fahrleitungsanlage.
Das erste Bild zeigt die üblichen Gleisbilder, die der Panoramatafel entsprechen:

Zentralstellwerk Linz Hbf, 23.12.1990

Am folgenden Ausschnitt sind drei eingestellte Fahrstraßen zu erkennen (Klick öffnet wie üblich eine etwas größere Darstellung der Bilder):
  • Links oben eine Verschubstraße aus Gleis 304,
  • darunter eine Ausfahrt von Zug 64 aus Gleis 202 und 302 Richtung Wels
  • und rechts, vom einen Bildschirm auf den anderen, eine Verschubfahrstraße von Gleis 111 in das Gleis 205 an den Zug 3617:

Zentralstellwerk Linz Hbf, 23.12.1990

Am unteren Rand sieht man die Bedienfelder – leider habe ich keine Beschreibung der EBO, daher rate ich lieber nicht, was die einzelnen Felder bedeuten. Manche sind aber selbsterklärend, weil von den Spurplanstellwerken direkt übernommen, wie etwa die rot hinterlegte HaG, also die Halt-Gruppentaste, oder die blaue "WG" = "Weichen-Gruppentaste" – auch wenn die T für "-taste" hier nicht mehr angeschrieben werden.

Ergänzungen 22.1.2022: Von K.Sladky habe ich detaillierte Erklärungen dieser Bedienfelder erhalten, die ich hier wiedergeben kann; sein Text ist kursiv, meine Ergänzungen stehen in eckigen Klammern:
  • Ein/Ausgabefelder für systeminterne Eingaben:
    LOLöschfeld
  • Eingabefelder entsprechend den Gruppentasten für nicht zählwerkspflichtige Stellbefehle auf der Panoramatafel, welche für Stellbefehle mit Weichen notwendig sind:
    WG[entspricht Weichengruppentaste]
  • Eingabefelder entsprechend den Gruppentasten für nicht zählwerkspflichtige Stellbefehle auf der Panoramatafel:
    HaG[entspricht Haltgruppentaste]
  • Eingabefelder entsprechend den Gruppentasten für nicht zählwerkspflichtige Stellbefehle auf der Panoramatafel, welche für Stellbefehle mit Weichen notwendig sind:
    Sp[entspricht Sperrgruppentaste]
    ESp[entspricht Entsperrgruppentaste]
  • Eingabefelder entsprechend den Gruppentasten für nicht zählwerkspflichtige Stellbefehle auf der Panoramatafel:
    FR[entspricht Fahrtrücknahmetaste]
    UF[entspricht Umfahrwegtaste]
  • Fahrstraßengattungsfelder:
    V[Auswahl für folgende Eingabe einer Verschubfahrstraße]
  • Fahrstraßenspeicher: Speicherfelder zur Vorspeicherung von Zug- und Verschubstraßen. Zusätzlich ist das zugehörige Eingabefeld WS zur Einspeicherung vorhanden.
  • Ein/Ausgabefelder für systeminterne Eingaben:
    WTABEingabefeld zur Anwahl der Weichentabelle; dieses Schalterfeld ist auf jedem Monitor vorgesehen, um die Weichentabelle auf jeden Monitor darstellen zu können
Zentralstellwerk Linz Hbf, 23.12.1990

Es gibt auch eine längere Liste von Bedienfeldern, allerdings weiß ich nicht, wann und wie sie aufgeschaltet wird.
  • Ein/Ausgabefelder für systeminterne Eingaben:
    LOLöschfeld
    WEingabefeld für zählwerkspflichtige Stellbefehle mit Weichen und Nahbedienungsbezirken
    GEingabefeld für zählwerkspflichtig Stellbefehle mit Gleisen (z.B. Achszählgrundstellung)
  • Eingabefelder entsprechend den Gruppentasten für nicht zählwerkspflichtige Stellbefehle auf der Panoramatafel:
    WG
    BG[entspricht Blockgruppentaste]
    HaG
    Sp
    ESp
    FR
    FSRSchutzwegrücknahmetaste (eine Besonderheit bei SpDrL)
  • Fahrstraßengattungsfelder:
    V
  • Eingabefelder entsprechend den Gruppentasten für nicht zählwerkspflichtige Stellbefehle auf der Panoramatafel:
    UF
  • Fahrstraßengattungsfelder:
    ZZughilfsstraße (ohne Signalfreistellung) ohne Schutzweg
    ZSZugstraße (mit Signalfreistellung) ohne Schutzweg
    Z1Zughilfsstraße mit Schutzweg bzw. mit Schutzweg über Weiche rechts
    ZS1Zugstraße mit Schutzweg bzw. mit Schutzweg über Weiche rechts
    Z2Zughilfsstraße mit Schutzweg über Weiche links
    ZS2Zugstraße mit Schutzweg über Weiche links
  • Ein/Ausgabefelder zum Setzen betrieblicher Hinweisschilder als reine Merkzeichen:
    2 MännchenArbeiterrotte
    XXGleis besetzt
    blaue RautenHalt für Fahrzeuge mit angehobenem Stromabnehmer
    rote RechteckeWarnschild
    KLKleinwagen
    Weitere schauen nach ZMV-Punkten aus (elektronisches Zugmeldeverfahren).[Ich meine, die nächsten drei könnten sein:
    RMRückmelden
    VMVorausmelden
    ANAnnehmen
    VENOB(?)??]
  • Ein/Ausgabefelder für systeminterne Eingaben:
    KEYBVermutlich irgendetwas mit Tastatur; aber nicht bekannt.
    WTABEingabefeld zur Anwahl der Weichentabelle; dieses Schalterfeld ist auf jedem Monitor vorgesehen, um die Weichentabelle auf jeden Monitor darstellen zu können.
    FLTGAufschalten der Fahrleitungsdarstellung

Zentralstellwerk Linz Hbf, 23.12.1990

Auf dem nächsten Bild sieht man eine aufgeschaltete Weichentabelle:

Zentralstellwerk Linz Hbf, 23.12.1990


Zentralstellwerk Linz Hbf, 23.12.1990

Dafür gibt es nur wenige Bedienfelder; die meisten sind oben beschrieben, mit Ausnahme von:
  • Ein/Ausgabefelder für systeminterne Eingaben:
    GLEISEingabefeld zur Anwahl des Gleisbildes

Zentralstellwerk Linz Hbf, 23.12.1990

Und zuletzt hier ein Überblick über die elektrischen Anlagen, also den Schaltzustand der Fahrleitungsanlagen und Weichenheizungen.

Zentralstellwerk Linz Hbf, 23.12.1990

Zentralstellwerk Linz Hbf, 23.12.1990

Hier sind die Bedienungsdetails:
  • Anzeige des Betriebszustandes:
    FSOrtssteuerschrank befindet sich im Fernsteuerbetrieb
  • Bedienfelder:
    NOT-UMNot-Umschaltung (Umschaltung von Fern- auf Ortssteuerbetrieb)
    LOLöschfeld
    ↯+??
    ↯–??
    MERKENVormerken einer bevorstehenden Schaltung
    SCHALTENEinleiten einer Schaltung
    EINEinschalten
    AUSTatsächlich abgeschaltet bzw. Ausschalten
    QUITQuittierung der Einschaltung bzw. Quittieren von Störungsmeldungen
  • Ein/Ausgabefelder für systeminterne Eingaben:
    GLEISEingabefeld zur Anwahl des Gleisbildes
Zentralstellwerk Linz Hbf, 23.12.1990

Neben den Bildschirmen gab es noch dieses Bedienpult, das ebenfalls sämtliche Bedientasten (für gleisbezogene Aktionen) enthält. Ich nehme an, dass damit bei einem Ausfall der Bildschirme das Stellwerk weiter bedient werden konnte (auf der Panoramatafel waren nicht alle nötigen Tasten vorhanden – das wäre unnötiger Aufwand gewesen und bei langen Fahrstraßen wohl auch gar nicht bedienbar):

Zentralstellwerk Linz Hbf, 23.12.1990

Und hier noch ein letzter Blick auf die rechte Seite der Tafel:

Zentralstellwerk Linz Hbf, 23.12.1990

Drei Bilder habe ich noch von oben auf die Gleisanlagen geschossen:

Nördlicher Bahnhofskopf, Linz Hbf, 23.12.1990

Das Bild auf die Bahnsteigdächer und das Bahnhofsgebäude zeigt eher eine Betonwüste:

Bahnsteigdächer, Linz Hbf, 23.12.1990

Linz Hbf Richtung Süden, 23.12.1990

Das Stellwerksgebäude habe ich nur von der Seite aufgenommen:

Zentralstellwerk, Linz Hbf, 23.12.1990

Und zuletzt noch drei Aufnahmen von fahrendem Material:

1010 005, Linz Hbf, 23.12.1990

1010 002, rechts die 1044 120, Linz Hbf, 23.12.1990

Ein Stück weiter auf meiner Fahrt nach Westen habe ich noch dieses Bild in Wels aufgenommen (Danke an einen Kommentator, der mich hier korrigiert hat):

5047 010 und 5081 055, Wels Hbf, 23.12.1990