Montag, 9. Mai 2022

Mühlkreisbahn im Sommer 1993

Irgendwann im Sommer 1993 sind wir einmal von Walding (wo Verwandte von uns wohnen) nach Aigen-Schlägl und zurück gefahren. Hier sind die gezählt sieben Bilder von dieser Fahrt.

Damals waren einige Züge hier noch lang, mit Schlieren-Garnituren und 2043 vornedran:

2043 061, Walding, Sommer 1993

Die Aufschrift auf dem Schild ist hier (zumindest in der Vergrößerung) halbwegs klar zu lesen:

Besondere Vorsicht
Nicht öffentlicher Eisenbahnübergang
Benutzung durch Nichtberechtigte verboten

2043 047 auf der Fahrt nach Urfahr, Mühlkreisbahn, Sommer 1993

Nicht öffentlicher Eisenbahnübergang, Mühlkreisbahn, Sommer 1993

Neuhaus-Niederwaldkirchen war damals noch besetzt und mit Einfahrsignalen für Zugkreuzungen versehen. Hier kommt ein kreuzender 5047 die Steigung herauf:

5047 034, Neuhaus-Niederwaldkirchen, Sommer 1993

Im Bahnhof begegnet er unserer 2043-bespannten Schlierengarnitur. Auch sonst sieht man hier noch "traditionellen Eisenbahnbetrieb": Der Triebwagen zieht einen Postwaggon nach Aigen; und links an einem Anschlussgleis steht ein offener Güterwagen. Interessant ist der Sperrschuh im Vordergrund: Für das erste Gleis besteht ja durch zwei Weichen schon Flankenschutz gegen Zugfahrten, daher kann der Sperrschuh nicht aus Flankenschutzgründen eingebaut sein. Der Grund ist also wohl, dass ab hier der Privatanschluss des Lagerhauses beginnt (siehe den Gleisplan bei sporenplan.nl) und der Sperrschuh die ÖBB vor schiefgegangenen Wagenbewegungen im Lagergleis schützt:

2043 047 und 5047 034, Neuhaus-Niederwaldkirchen, Sommer 1993

Das Bahnhofsgebäude war offenbar vor nicht allzulanger Zeit neu gestrichen worden. Rechts sieht man den kleinen Güterschuppen; die Rampe nähert sich erst hinter dem Weichensignal dem Ladegleis:

Bahnhof, Neuhaus-Niederwaldkirchen, Sommer 1993

Und zuletzt gibt es noch zwei Bilder des "Perronstellwerks", wie das vor langen Zeiten einmal hieß. Das Einfahrsignal von Urfahr her ist noch für den Triebwagen freigestellt:

Hebelbank, Neuhaus-Niederwaldkirchen, Sommer 1993

Hebelbank, Neuhaus-Niederwaldkirchen, Sommer 1993

Damit dieses Posting nicht gar zu kurz ist, können wir uns noch überlegen, welche Schlüssel an der Hebelbank wieso umgesperrt sind. Hier ist ein Ausschnitt, wo man die Schlösser halbwegs sehen kann – bevor ich mit meinen Überlegungen loslege, gerne selber nachdenken (für eine größere Ansicht wie immer aufs Bild klicken):

Hebelbank, Neuhaus-Niederwaldkirchen, Sommer 1993

Zuerst einmal: Welche Schlösser sehen wir? Links oben sind zwei Schieberschlösser zu sehen, auf der Hebelbank befinden sich je zwei Hebelersatzschlösser mit einem verdeckten Schlüsselloch sowie zwei, wo beide Schlüssellöcher offen sind. Die letzteren sind sicher die Schlösser für die Spitzenweichen 1 und 5.
Offenbar wurden auf der Mühlkreisbahn die Weichen in einigen Bahnhöfen nicht nach den österreichischen Normalien nummeriert: Ein Plan von 1984, den mir Harald Süß gezeigt hat, nummeriert die Weichen mit 1 bis 5, die Weiche zum Privatanschluss der Poschacher Granit war mit 1P bezeichnet. Die meisten Weichen hatten als Einbaujahr 1939 oder 1940, was die Durchnummerierung der Weichen gemäß deutschen Gepflogenheiten erklären würde. Der Sperrschuh hieß offenbar Gs I, die Nummer der Weiche vor dem Sperrschuh, die zum großen Lagerhaus führte, ist schwer lesbar, sie lautete wohl 1L. Auch Linz Urfahr hatte noch 1983 durchnummerierte Weichen und zwei DKWs mit Zungenpaarbezeichnungen a/b und c/d.
Laut Gleisplan sehe ich auf den ersten Blick drei weitere Schlüssel für Ladegleise und Anschlussbahnen:
  • Einen für Weiche 1L und der damit verbundenen Weiche;
  • Einen für die Weiche 1P, hinter der sicher auch ein Sperrschuh lag;
  • und einen für die Gleisverbindung zwischen Ladegleis und Gleis 1.
In jedem dieser Fälle ist nur ein Schlüssel nötig, weil Weiche und Sperrschuh bzw. die zwei Weichen jeweils mit einer A/C-Abhängigkeit verbunden sind. Die Frage ist, was das vierte Schloss sperrt. Prinzipiell könnte das eine Nachtsperre sein, oder aber ein Schlüssel für den Gleissperrschuh ins Lagerhaus – ich würde auf ersteres tippen, da man bei einem Perronstellwerk schon sichergehen möchte, dass nicht eines Nachts jemand sich dran zu schaffen macht und mit dem einen oder anderen Schlüssel das Weite sucht.

... halt, stopp: Wenn man sich die Bilder der Hebelbank genau ansieht, dann sieht man, dass sich wohl an der rechten Seite des Schieberkastens ein weiteres Schloss befunden hat – zumindest kann ich den schwarzen Strich nur als waagrecht liegenden Schlüssel sehen:

Hebelbank, Neuhaus-Niederwaldkirchen, Sommer 1993

... und dann wäre das rechts wohl das Schloss der Nachtsperre, und links hätten wir ein Schloss für den Sperrschuh Gs I samt Weiche 1L übrig, und einen weiteren für die Weiche ins Ladegleis direkt daneben. Wenn jemand was Besseres weiß – bestätigend, oder auch das Gegenteil –, z.B. weil er sicherungstechnische Pläne aus dieser Zeit hat, dann bitte um Information!

Zu den Schlüsseln, die hier gerade umgesperrt sind: In allen Schlössern befinden sich welche, mit Ausnahme des ganz rechten Hebelersatzschlosses – alle Weichen und Sperrschuhe sind also verschlossen. Das ganz rechte Hebelersatzsschloss ist sicher jenes für die Spitzenweiche 5 auf der Aigener Seite: Hier ist wohl der Weichenwärter gerade unterwegs (zu Fuß oder mit dem Dienstfahrrad), um diese Weiche umzustellen, damit nach der Einfahrt des lokbespannten Zuges nun der Triebwagen ausfahren kann. Dafür muss der entsprechende Schlüssel nicht im Schloss umgesperrt werden muss, sondern nur in "sicherer Verwahrung" sein, allerdings in der des Fahrdienstleiters, sodass der Weichenwärter doch den ganzen Weg wieder zurückmarschieren oder -radeln muss, bevor der Fahrdienstleiter das Abfahrsignal geben darf.

Weil's sonst nirgends dazupasst, ist hier noch Bild eines Stuhlschienenoberbaus zu sehen, den ich auch damals aufgenommen habe. Die letzten Gleise damit hat es meines Wissen in Österreich in der Linzer Direktion gegeben, aber wo dieses Gleis gelegen ist, habe ich leider nicht aufgeschrieben – (Ergänzung:) Harald Süß hat es mir aber geschrieben: Dieses Gleis lag in der oben genannten Granit-Anschlussbahn, die damals allerdings schon außer Betrieb war und nur zum Abstellen von Arbeitswagen verwendet wurde. Das Bild passt also perfekt in dieses Posting!

Stuhlschienenoberbau der AB Poschacher Granit, 1993

Besten Dank an Harald Süß für die zusätzlichen Informationen!

Freitag, 6. Mai 2022

Zurück von Wellington nach Auckland, 1992

Hier sind meine letzten Neuseeland-Bilder von 1992, alle von der Nordinsel. Vielen Dank an Kelerei und atom_omeara in der NZSignals group, die einige der Orte identifiziert haben – insbesondere eine unerwartete Aufnahme auf Google StreetView, das weiter unten verlinkt ist.
Das erste Bild ist ein schneller Schnappschuss auf den "locomotive yard" in Wellington, wo eine Menge von Dieseloks auf den Einsatz wartet:

NZR DC 4110, 4127, 4156 und DX 5016, Wellington, September 1992

Die nächsten Bilder sind vom Johnsonville Branch, den ich bis zum Ende und wieder zurück gefahren bin. Das erste zeigt eine Begegnung, das Ausfahrsignal weit hinten links zeigt schon "clear".

NZR DM 356, Ngaio, September 1992

Aktuell sieht es hier übrigens so aus.
Am nächsten Bild sind wir schon am Ende der Strecke, wo das eizelne Gleis an einem Prellbock endet.

NZR DM 395, Johnsonville, September 1992

In der Gegenrichtung sieht man das Signal Richtung Wellington, das durch einen in der Ferne sichtbaren Zug auf Halt gefallen ist:

Ausfahrsignal 4, Johnsonville, September 1992

Diese Weiche habe ich vermutlich in Wellington aufgenommen. Am interessantesten ist der Malteserantrieb-artige Hebel links, der wichtig ist für das Funktionieren des ganzen Weichenantriebs: Ein Ziehen an dem Gestänge links bewegt die Zungen zuerst nicht, da nur die Rolle in den Ausschnitt läuft. Während dieser Bewegung wird über die zwei Winkelhebel weiter hinten der Verschlussbalken (locking bar) aus dem Mittenverschluss so weit gezogen, dass der auf ihm sichtbare Ausschnitt die Bewegung der Zungenverbindungsstange erlaubt. Die Rolle hat nun den Ausschnitt erreicht und bewegt die Zungen. Nach dem Umstellen läuft die Rolle wieder "leer" am Malteserantrieb, während die zwei Winkelhebel den Verschlussbalken weiterziehen, wodurch er die Zungenverbindungsstange wieder verschließt:

Weiche irgendwo um Wellington, September 1992

Bei Regen sind wir dann von Wellington mit dem Overlander nach Auckland gefahren. Ein erstes unscharfes Bild ist noch bei der Ausfahrt in Wellington entstanden, im Abstellbahnhof für die Vorort-Triebwagen (EMU stabling yard):

NZR DSJ 4045, Wellington, September 1992

Auch aus dem Zug das nördliche Stellwerk und der alte Güterschuppen in Paekakariki, heute belegt vom Verein "Steam Incorporated". In Paekakariki endet die 1500 V-Elektrifizierung von Wellington, erst in Palmerston North beginnen dann die 25 kV-Elektrifizierung des North Island Main Trunk. Das Stellwerk steht, lt. Kelerei, nun am südlichen Bahnsteigende in Paekakariki (das andere wurde nach Ohakune versetzt, wo es gegenüber dem Bahnhofsgebäude steht):

Stellwerk und Güterschuppen, Paekakariki, September 1992

Ein Stück weiter, schon nördlich Palmerston North, fährt unser Overlander durch neuseeländische Wälder:

NZR DX 5425 und DF 6219 mit dem Overlander, wo?, September 1992

Das folgende Bild ist ziemlich sicher aus Ohakune:

Verschublok des "New Zealand Department of Transport", Ohakune, September 1992

Und hier der coole Link dazu: Kelerei hat auf Google StreetView entdeckt, dass offenbar genau diese Lok im Februar 2010 auch noch dort stand, nur ein Stückchen weiter ans Gleisende geschoben – und auch im Jahr 2021 ist sie von der anderen Seite her dort noch zu sehen!!

Weiter Richtung Norden – die folgende Elektrolok der Reihe EF habe ich wohl in Taumarunui aufgenommen:

NZR EF 30105, Taumarunui, September 1992

Viel weiter im Norden ein Blick auf Huntly – dort schaut es heute etwas anders aus: atom_omeara sagt, die Bäume seien höher, es gibt eine Umfahrungsstraße, es gibt einen neuen Vorortservice von Auckland bis Hamilton, und der Bahnhof Huntly ist wieder als Passagierstation eröffnet:

NZR DF 6093, Huntly, September 1992

Das letzte Bild ist schlussendlich aus Auckland – es zeigt unseren Zug am Bahnsteig des damaligen Hauptbahnhofs. Nach Errichtung des neuen Hauptbahnhofs Britomart wurde 2003 aus einem der alten Bahnsteige der Haltepunkt "The Strand", an dem auch jetzt noch der Northern Explorer – Nachfolger des Overlander – beginnt und endet:

NZR DX 5425 und DF 6219 mit dem Overlander, Auckland, September 1992

Das war's mit meinen Neuseelandbildern von vor fast 30 Jahren – weiter geht es in Kürze wieder mit Bildern aus Österreich, entweder ganz neuen von der Mattigtalbahn oder alten von der Mühlkreisbahn – das muss ich noch entscheiden.

Samstag, 30. April 2022

Ein paar Bilder aus Christchurch, September 1992

Am Tag nach unserer Fahrt nach Greymouth und zurück sind in Christchurch ein paar Eisenbahnbilder entstanden. Die ersten sind noch im alten Bahnhof aufgenommen:

NZR DC 4916, Christchurch, September 1992

NZR DC 4916 und 4450, Christchurch, September 1992

Auf der rechts stehenden DC 4450 konnte ich auf den Führerstand steigen:

NZR DC 4450, Christchurch, September 1992

NZR DC 4450, Christchurch, September 1992

Am Abend habe ich in der Nähe des heute noch stehenden riesigen "B Shed" die folgenden Bilder aufgenommen:

NZR DC 4922, Christchurch, September 1992

NZR DC 4663 und 4853, Christchurch, September 1992

NZR DF 6127 und DX 5460, Christchurch, September 1992

NZR DC 4916, Christchurch, September 1992

Zwergsignal 25, Christchurch, September 1992

NZR DC 4916, Christchurch, September 1992

Ein Posting kommt noch, mit einigen Bildern von der Nordinsel – dann war's das mit Neuseeland.

Montag, 25. April 2022

"Mechano-elektrisches" Stellwerk in Greymouth, 1992

In der mittellangen Zeit, die wir in Greymouth auf die Rückfahrt über den Arthur's Pass geartet haben, habe ich einige Bilder am Stellwerk aufgenommen. Der Bahnhof hatte ja, wie man schon am letzten Bild im vorherigen Posting gesehen hat, die meisten Gleise verloren, aber immerhin drei Gleise hatten überlebt, zwei Gleise lagen zum Abstellbahnhof von Greymouth, und auch die Rapahoe Industrial Line war noch von dieser Seite aus an Greymouth angebunden:

Gleis- und Signaltafel, Greymouth, September 1992

Auf der Hebelbank, die mir sehr nach Saxby & Farmer aussieht, standen 32 Hebel, davon waren allerdings 16 "Spares", also nicht verwendet:

Hebelbank, Greymouth, September 1992

Als Signale waren, obwohl von Hebeln bedient, durchgängig Lichtsignale im Einsatz, und auch die Weichen waren elektrisch bedient, wie man an den "abgeschnittenen" Hebelgriffen erkennen kann. Sogar bezüglich der Verschlüsse stellt sich bei solchen Stellwerken oft die Frage, ob sie mechanisch oder elektrisch hergestellt werden – von diesem Stellwerk weiß ich es nicht, aber in Südengland habe ich Hebelbänke gesehen, die die gesamte Verschlusslogik elektrisch über Hebelsperren bewerkstelligt haben: Ich nenne eine solche Konstruktion "mechano-elektrisch" und postuliere einmal, dass wir hier sowas vor uns haben (ich werde aber versuchen rauszufinden, was hier wirklich noch mechanisch war). Hier sind einige Ausschnitte der Hebelbank:

Hebel 1 bis 6, Greymouth, September 1992

Hebel 21 bis 26, Greymouth, September 1992

Hebel 24 bis 32, Greymouth, September 1992

Über den Hebeln war die schon oben gezeigte Gleistafel angebracht:

Gleis- und Signaltafel, Greymouth, September 1992

Hier sieht man ganz rechts oben schon die Rotausleuchtung vom zurückkehrenden Zug, der uns später (unfotografiert) nach Christchurch zurückbringen wird:

Gleis- und Signaltafel, Greymouth, September 1992

Von außen sah das Stellwerk so aus (und sieht noch so aus – das Gebäude steht offenbar noch):

Stellwerk, Greymouth, September 1992

Auf diesem Bild Richtung Norden sieht man rechts einen "inner starter", weit draußen auf der linken Seite einen "outer starter", und direkt rechts neben dem Stellwerksgebäude den oberen Teil eiens Tragwerks der alten Cobden-Brücke ... leider habe ich kein einziges Bild davon aufgenommen, weil ich mich vorher nicht drum gekümmert habe, was es dort in der Nähe noch Interessantes gab:

Stellwerk, Greymouth, September 1992

Als letztes Bild aus Greymouth ist hier noch einmal das innere Ausfahrsignal zu sehen – das war's dann von dieser Fahrt:

"Starter" 15, Greymouth, September 1992

Samstag, 23. April 2022

Tranz-Alpine-Express, 1992

Von der Fähre, mit der wir zur Südinsel übergesetzt habe, gibt's leider keine Fotos (oder sie sind noch gut versteckt). In Picton sind aber zwei Bilder entstanden:

NZR DF 6202, Picton, September 1992

NZR DF 6202, Picton, September 1992

... und ein weiteres von der Fahrt entlang der Ostküste nach Christchurch (die Lokalisierung stammt wieder dankenswerterweise von NZSignals):

NZR DF 6202, vermutlich bei Kaikoura oder Oaro, September 1992

Am nächsten Tag sind wir dann mit dem Tranz-Alpine-Express nach Greymouth auf der anderen Seite der neuseeländischen Alpen gefahren, und wieder zurück. Für die folgenden drei Bilder muss man wissen, dass vor den Erdbeben von 2011 der Bahnhof von Christchurch weiter östlich lag, nämlich am Südende der Madras Street. Von dort sind wir also mit dem blauen Zug losgefahren, und die erste Aufnahme entstand – wie ich nach ewiger Herumsucherei in alten Landkarten und dann auf Google Maps entdeckt habe – kurz vor der Überführung der Durham Street. Wie die leichte S-Kurve heute aussieht, kann man sich hier bei Google Streetview von der Brücke der Colombo Street ansehen:

Überführung der Durham Street, Christchurch, September 1992

Das nächste Bild ist ein Stück weiter entstanden, bei der Selwyn Street. Auf Google Streetview aus sieht man, dass die alten Signalausleger alle verschwunden sind. Die hohen Silos und rechts die drei Giebel sind aber dieselben wie vor 30 Jahren:

Vor der Selwyn Street, Christchurch, September 1992

Kurz darauf sind wir an der Grove Road. Im Hintergrund sieht man das Stellwerk der Abzweigung Addington, wo früher die Strecke von Picton einmündete. Das Gebäude steht noch immer - und auch die Signalbrücke war im Oktober 2019 lt. Google Streetview noch in voller Schönheit vorhanden (nur ihr Geländer hat sie verloren; vermutlich werden die Signale nun per Hubbühne gewartet und nicht durch Besteigen von Leitern ...):

An der Grove Road, Christchurch, September 1992

Am Westende des Verschiebebahnhofs Middleton in Christchurch sind die beiden folgenden Aufnahmen im Vorbeifahren entstanden:

NZR DC 4542, Middleton Yard, Christchurch, September 1992

NZR DSG 3074, Middleton Yard, Christchurch, September 1992

Zwei Bilder zeigen die damals noch teilweise verwendeten Elektrolokomotiven am Ostportal des Otira-Scheiteltunnels; das Ende ihres Einsatzes war aber schon abzusehen, weil schwerere Kohlezüge gefahren werden sollten, für die umgebaute Dieselloks samt Entlüftungsanlagen statt eines Upgrades der Elektrifizierung vorgesehen waren:

NZR EO 51 und eine weitere EO, Arthur's Pass, September 1992

NZR EO 74, 51 und eine weitere EO, Arthur's Pass, September 1992

Die folgenden drei Bilder sind vom Streckendreieck in Stillwater:

Signal 7/5FI, Stillwater Junction, September 1992

Signal 3FI, Stillwater Junction, September 1992

Dieses Signal mit Bezeichnung 2L gehörte zur CTC-Signalisierung Richtung Greymouth, die schon lange durch TWC ersetzt ist:

Signal 2L, Stillwater Junction, September 1992

Und zuletzt ist hier ein Bild unseres Zielbahnhofs; die Garnitur des Tranz-Alpine-Express ist zum Wenden schon ein Stück nach Süden gefahren, links sieht man die große Fläche der ehemaligen Gleisanlagen:

, Greymouth, September 1992

Im nächsten Posting sieht man dann Bilder vom damals noch vorhandenen, mehr oder weniger mechanischen Stellwerk von Greymouth!