Donnerstag, 22. Januar 2015

Zwei Bilder aus Bludenz, 1987

Hier sieht man das ewig lange Befehlswerk, rechts dahinter Pläne, die drei Umbaustadien der Einführung der Montafonerbahn zeigen:

Fdl, Bludenz, 12.8.1987

Und dann noch ein Bild des gesamten Bildfahrplans der Arlbergbahn auf einer Holzplatte aufgezogen. Leider sind die Details auch am Originalscan des Dias nicht lesbar:

Fdl, Bludenz, 12.8.1987

Mehr als diese beiden Bilder habe ich auf meiner Durchreise nicht gemacht.

Mittwoch, 21. Januar 2015

Bildschirme, aber noch kein ESTW: Wolfurt, 1987

Wolfurt ist ja ein damals neu "auf der grünen Wiese" gebauter Bahnhof mit einem ITT-Spurplanstellwerk (SpDrL), das zur Anzeige noch eine klassische Panoramatafel besaß, damals aber über das innovative videopult-System von ITT gesteuert wurde.

Ergänzung vom 2.1.2015: Die letzten Lebenstage des Videopultsystems und der Panoramatafel sieht man nun in diesem Posting mit Fotos von Manfred Kätzler.

Hier sieht man hinten die große Panoramtafel und davor einen der beiden Fahrdienstleiter-Plätze:

ZStw., Wolfurt, 12.8.1987

ZStw., Wolfurt, 12.8.1987

Am folgenden Schirm sieht man oben die Gleise um Lauterach, darunter den Bahnhof Wolfurt. Die Anzahl der dargestellten Gleise ist so groß, dass zwischen den beiden Bereichen kein Platz für einen trennenden Abstand vorhanden war. Die Gleise sind übrigens durchlaufend nummeriert, nicht in Zweiersprüngen wie sonst überall:

Videopult-Monitor, ZStw., Wolfurt, 12.8.1987

Videopult-Monitor, ZStw., Wolfurt, 12.8.1987

Hier sieht man die Ausstattung des linken Arbeitsplatzes:

ZStw., Wolfurt, 12.8.1987

Die Verschubfahrt aus dem Gleis 551 hat mittlerweile eine Fahrstraße zu den einem Abstellgleis erhalten:

ZStw., Wolfurt, 12.8.1987

ZStw., Wolfurt, 12.8.1987

Hier sieht man die Fahrt im echten Leben:

Gleisfeld, 2067.059, Wolfurt, 12.8.1987

Allerdings waren nicht alle mit dem neuen Bahnhof zufrieden. Ein Fahrdienstleiter hat mir die Probleme aus seiner Sicht erzählt:
  • "Wolfurt war vorgesehen als Beistellbahnhof, jetzt macht er auch Zugbildung. Dafür hat er aber zu wenig Gleise, z.B. machen wir drei Güterzüge mit 15 Gruppen, haben aber nur maximal 8 Reihungsgleise!
  • Das Ausziehgleis ist viel zu kurz, daher muss auf die Strecke ausgezogen werden – dort ist dafür extra ein Verschieberbahnsteig angelegt worden!
  • Die Aufstellgleise für Güterwagen hatten eine Fahrleitung. Dann wurde dort mit Containerverladung begonnen und daher die Fahrleitung abgebaut. Seither muss mit Diesel verschoben werden, was bei dem vor allem nächtlichen Verschub zu Lärmbelästigung für die Anrainer führt.
  • Die Rechner sind viel zu langsam. Bei Parallelbedienung ist die Antwortzeit 2 bis 5 Sekunden, ein neuer Rechner würde aber 5 Millionen [Schilling] kosten und wird daher nicht bestellt."
Soweit die Beschwerden aus damaliger Zeit. Ich hoffe, dass wenigstens einige Punkte seither korrigiert wurden.

Hier sieht man den modernen Bau des zentralen Betriebsgebäudes. Er wirkt sehr grau, sehr groß und sehr viereckig:

Zentralstellwerk, Wolfurt, 12.8.1987

Trotzdem kann man davor gemütlich eine Dienstpause verbringen:

Zentralstellwerk, Wolfurt, 12.8.1987

Montag, 19. Januar 2015

Seltene Einrichtung auf mechanischen Stellwerken: Bregenz, 1987

Preisfrage: Womit sind fast alle mechanischen Stellwerke in England, aber praktisch keines in Deutschland und Österreich ausgerüstet? Antwort: Gleisbesetztanzeigen für die Bahnhofsgleise mithilfe von Gleisstromkreisen. Die einzige Ausnahme, die ich in Österreich jemals gesehen habe, war in Bregenz. Vielleicht im Vorgriff auf den Bahnhofsumbau wurden die Gleise isoliert und in Fahrdienstleitung und Stellwerken entsprechende Anzeigen aufgebaut.

Ergänzung vom 10.3.2015: Eventuell gab es auch in Fürnitz Gleisisolierungen auf einem mechanischen Stellwerk.

Ergänzung vom 3.4.2015: ... und auch Wildbad Einöd hatte Gleisbesetztanzeigen im Bahnhof, allerdings mit Achszählern.

Ergänzung vom 1.2.2015: Das Nachfolgestellwerk dieser Anlagen, ein SpDrL, sieht man nun in diesem Posting mit Fotos von Manfred Kätzler.

Hier sieht man diese Anzeige oberhalb des Blockapparats am Befehlswerk in der Fahrdienstleitung, die drei belegte Gleise anzeigt. Darüberhinaus sind auch beide Streckengleise der Strecke Richtung Lauterach belegt:

Signal- und Gleisbesetztanzeige, Fdl, Bregenz, 12.8.1987

Hier sieht man das ganze Befehlswerk:

Blockapparat, Fdl, Bregenz, 12.8.1987

Die Fahrdienstleitung befand sich im nördlichsten Teil des Bahnhofs, in einem nach vorne stehenden kleinen rundum verglasten Flügel. Direkt davor stand das Ausfahrsignal R6 samt seinem Verschubsignal:

R6, Fahrdienstleitung, Bregenz, 12.8.1987

Das Stellwerk 2 auf der Lindauer Seite war so klein und kuschelig, wie man sich das für ein Stellwerk eines mittelwichtigen Bahnhofs an einer eingleisigen Strecke vorstellt – was Bregenz eigentlich nicht war:

Blockapparat und Hebelbank, Stw.2, Bregenz, 12.8.1987

Auch hier sind auf der Bedienungs- und Anzeigetafel die Lampen für die Gleisbesetztanzeige zu sehen (leider ein wenig unscharf):

Signalanzeige, Stw.2, Bregenz, 12.8.1987

Für eine Schrankensteuerung gab es den folgenden Blechkasten. Auf der Tür war noch das alte SBW-Firmenzeichen eingeprägt (heute hieße das natürlich "Logo"):

Schrankensteuerung, Stw.2, Bregenz, 12.8.1987

Daneben gab es noch zwei Schranken, die von Hand zu- und aufgekurbelt werden mussten. Ihre Antriebe habe ich nur von außen aufgenommen:

Schrankenantriebe, Stw.2, Bregenz, 12.8.1987

Und hier sieht man das kleine Stellwerk auf der dem Bodensee zugewandten Seite des Bahnhofs:

Stellwerk 2, Bregenz, 12.8.1987

Richtung Wolfurt gab es, wie man schon am Befehlswerk oben gesehen hat, eine zweigleisige Strecke mit Gleiswechselbetrieb. Den nötigen Blockapparat am Stellwerk 1 sieht man hier, darunter eine Reihe von Knebeln für Verschubsignale:

Blockapparat, Stw.1, Bregenz, 12.8.1987

Auf dieser Seite waren alle Weichen schon mit elektrischen Antrieben versehen worden, so dass wir hier ein astreines "212er" Stellwerk vor uns haben:

Stw.1, Bregenz, 12.8.1987

Hier sieht man unten die Reihe der Weichenknebel und darüber die Fahrstraßenknebel vor dem Gleisanzeiger:

Weichen- und Fahrstraßenknebel, Stw.1, Bregenz, 12.8.1987

Darüber war wieder die Anzeigetafel angebracht, die hier neben der Gleisbesetztanzeige (nur mehr ein Gleis besetzt!) auch noch Anzeigen für die Weichenstellung enthält:

Weichen- und Signalanzeige, Stw.1, Bregenz, 12.8.1987

Das frühere Stellwerk war durch ein Containerstellwerk ersetzt worden, das nur mehr bis zur Fertigstellung des neuen Bahnhofs überleben musste:

Stellwerk 1, Bregenz, 12.8.1987

Vor dem alten Bahnhof wartet hier ein 4020 auf seine Fahrt Richtung Feldkirch:

Bahnhof, 4020.070, Bregenz, 12.8.1987

Und 100 Meter weiter entsteht der neue Bahnhof:

Bahnhofsneubau, Bregenz, 12.8.1987

Freitag, 16. Januar 2015

Ein SBW500 in einer Ausstellung: "130 Jahre Südbahn" in Graz, 1987

Graz Verschiebebahnhof war zwar der letzte Bahnhof, den ich im August '87 in der Steiermark besucht habe – aber ein paar Sicherungsanlagen habe ich dort noch danach fotografiert: Es gab nämlich in der Grazer Innenstadt die Ausstellung "130 Jahre Südbahn":

Eingang, Ausstellung 130 Jahre Südbahn, Graz

Drinnen hatte jemand das Befehlswerk und einen Stellwerksapparat aufgestellt und mit einem Kabel verbunden:

Stellwerk ex Wildon, Ausstellung 130 Jahre Südbahn, Graz

Da außer mir kein Mensch da war, konnte ich fröhlich die Blockfelder bedienen – was ich ja bis dorthin praktisch noch nie getan hatte, weil ich's auf den echten Anlagen nicht durfte und die Anzahl der Museen mit bedienbaren Blockapparaten damals noch verschwindend war (und auch heute nicht so viel größer ist). Die Anlage ist übrigens meiner Meinung nach aus Wildon gewesen, wo ein VGS80 aufgestellt worden war. Am Blockapparat sind hier alle Felder in der Grundstellung, aber der Gleisanzeiger fürs Gleis 1 ist schon gefallen und der Knebel umgelegt. Die Reihenfolge der Weichenhebel ist übrigens etwas durcheinander – von rechts nach links sieht man WR1, W1, W3, W4 und erst ganz zum Schluss die W2:

Stellwerk ex Wildon, Ausstellung 130 Jahre Südbahn, Graz

Hier sieht man den Blockapparat mit entblocktem Ba-Feld:

Stellwerk ex Wildon, Ausstellung 130 Jahre Südbahn, Graz

Als nächstes wird die Fahrstraße festgelegt ...

Stellwerk ex Wildon, Ausstellung 130 Jahre Südbahn, Graz

... und dann ist Schluss: Weitere Fotos gibt's nicht von diesem Apparat. Und ich habe auch keine Ahnung, was nach Ende der Ausstellung aus dieser SBW500-Anlage geworden ist.

Mittwoch, 14. Januar 2015

Eingleisiger Rollberg mit Abdrücksignal: Graz Vbf, 1987

Korrektur 15.1.2015: Dankenswerterweise habe ich einen alten Lageplan von Graz Vbf erhalten, aufgrund dessen ich nun die Stellwerke korrekt identifizieren kann. Insbesondere ist eine Fahrdienstleitung "aufgetaucht", die mir nun die Reihenfolge meiner Fotos verständlich macht. Entsprechende Änderungen habe ich nun im Text eingezogen, darunter auch einen Übersichtsplan der Gleisanlagen.

Der letzte steirische Bahnhof, den ich im August 1987 besucht habe, war der Verschiebebahnhof in Graz. Ich kam von der Nordseite her, also vom Ablaufberg, und als erstes sah ich das hohe Abdrücksignal, das ich leider (wieder einmal) viel zu dunkel erwischt habe – hier zeigt es "Langsam abdrücken":

Abdrücksignal, Graz Vbf, 11.8.1987

Der Grazer Verschiebebahnhof war von alter Form, mit den Einfahrgleisen neben der Richtungsgruppe, wie man an dem Gleisplan bei sporenplan.nl sehen kann. Hier ist zur Orientierung ein Überblicksplan (DKWs sind hier nicht von Kreuzungen unterschieden; Klick auf den Plan öffnet eine PDF-Datei):


Hier sehen wir das Stellwerk 1, das für die nördliche Weichenstraße zuständig war – mit Ausnahme der Weichen in der Streckengleisen und der zugehörigen Schutzweichen, die vom DrS am Hauptbahnhof aus gestellt wurden. Am Blockapparat befinden sich nur zwei Ff-Felder. Da das Stellwerk aber von einer Befehlsstelle abhängig war, müssen irgendwo Befehlseingang und Befehlsrückgabe durchgeführt werden!

Hebelbank und Blockapparat, Stw.1, Graz Vbf, 11.8.1987

Hier sieht man das Anzeigepult für die Weichen und Signale, die unter der Kontrolle des Hauptbahnhofs lagen.
Wenn es nicht einen weiteren Anlagenteil gegeben hat, den ich gar nicht aufgenommen habe, können Befehle nur über dieses Pult entgegengenommen und zurückgegeben werden. Dafür ist allerdings die Ausstattung sehr sparsam. Mhm.
Daneben war auf dem Pult auch noch die Überwachung eines Bahnübergangs untergebracht – wenn mich nicht alles täuscht, waren die dafür nötigen Tasten jene, deren Bezeichnung mit "WS" beginnt, was "Wegsicherung" bedeutet: Anscheinend wurde die offizielle Bezeichnung "EK" für "Eisenbahnkreuzung" erst später verbindlich:

Stw.1, Graz Vbf, 11.8.1987

Die Verschubsignale wurden über die folgenden Knebel gestellt:

Stw.1, Graz Vbf, 11.8.1987

Und hier sieht man das kleine Gebäude von außen, mit den Weichen 117 und 118 und links dem Umstellgewicht einer DKW sowie den beiden Streckengleisen der Südbahn im Hintergrund:

Stellwerk 1, Graz Vbf, 11.8.1987

Als nächstes begeben wir uns auf die Spitze des Rollbergs, wo im "Rollmeister-Stellwerk" der Ablaufmeister seinen Dienst tut. Hier sehen wir die Bedieneinrichtungen an dessen Arbeitsplatz in der Grundstellung:
  • Ganz rechts unten befindet sich ein Zustimmungsschalter vom Befehlsstellwerk 1. In der gezeigten Stellung verschließt er die Anlage hier am Rollberg in der Grundstellung.
  • Links unten ist der Weichenschalter für die erste Verteilweiche 54 angebracht, die beim Ablaufbetrieb von hier aus gestellt wird.
  • Darüber liegt die Anzeige für die Stellung dieser Weiche sowie ihren Verschluss, daneben eine Taste für die Hilfsbedienung bei gestörter Isolierung.
  • Schalter und Anzeige daneben schalten den Strom für das Abdrücksignal ein – hier ist es dunkel geschaltet.
  • Der nächste Schalter samt Anzeige ist für das Abdrücksignal.
  • Rechts daneben müssen sich zwei Lampen für die Zustimmungsanzeige vom Stellwerk 1 her befinden – die Aufschriften sind aber leider nicht mehr zu entziffern.
  • Der Schalter unten jedenfalls ist für die Tag/Nacht-Umschaltung des Abdrücksignals:

Arbeitsplatz Abrollmeister, Graz Vbf, 11.8.1987

Hier sehen wir dieselbe Anlage während des Ablaufens. Als wichtiges Utensil ist nun eine Kaffeetasse ergänzt worden, außerdem
  • steht der Zustimmungsschalter in der umgelegten Stellung, sodass feindliche Fahrten am Stellwerk 1a nicht möglich sind;
  • ist der Netzschalter für das Abdrücksignal umgelegt,
  • sodass am Signal nun "Abdrücken verboten" angezeigt wird, wie man an der Anzeige in der Mitte sieht:

Arbeitsplatz Abrollmeister, Graz Vbf, 11.8.1987

Hier sehen wir das nummernlose Bergstellwerk mit der kleinen Kanzel, in der der Rollmeister seinen Dienst tat, von außen. Die Abdrücklok 1063.007 rastet sich an der Bergspitze aus:

1063.007, Berg-Stellwerk, Graz Vbf, 11.8.1987

Am Fuß des Rollbergs befindet sich dieser Hemmschuhauswurf – im Gegensatz zu Wels Vbf hatte Graz keinen mechanisierten Ablaufbetrieb:

Hemmschuhauswurf am Rollberg, Graz Vbf, 11.8.1987

Im Stellwerk 1a am Fuß des Rollbergs stand für den Abrollbetrieb ein elektromechanisches Stellwerk. Ich vermute, dass sich hier
  • ganz links die 23 Weichenschalter befanden,
  • dafür zwei Zustimmungsschalter, die wir gleich im Detail sehen,
  • dann Fahrstraßenschalter für 20 Fahrstraßen
  • und ganz rechts ein Signalschalter für Aus- und Einfahrsignale
befindet. Das Stellwerk 1 müsste dann von diesem Stellwerk abhängig gewesen sein, d.h. eine Fahrstraßenfestlegung dort müsste hier zu einer Freigabe des Signalschalters geführt haben:
Stellwerk 1a, Graz Vbf, 11.8.1987

Über den Weichenschaltern befand sich eine Anzeigetafel für die Weichenstellungen und vor allem -belegungen:

Stellwerk 1a, Graz Vbf, 11.8.1987

Stellwerk 1a, Graz Vbf, 11.8.1987

Die doppelte Gleisverbindung auf den vorherigen Bildern ist rot ausgeleuchtet, weil sich die Reserve gerade vom Berg herunter in eines der Richtungsgleise begibt:

1063.007 läuft über den Rollberg herunter, Graz Vbf, 11.8.1987

Hier sehen wir die zwei erwähnten Zustimmungsschalter. Über ihnen steht "ZA an Abr.Meister für W54 | Abdr.Signal" – sie korrespondieren also mit den Einrichtungen an der Bergspitze, die wir ein Stück weiter oben gesehen haben:

Stellwerk 1a, Graz Vbf, 11.8.1987

Hier ist das Stellwerk von außen zu sehen – im Hintergrund sind die beiden anderen Stellwerke zu erkennen:

Stellwerk 1a, Graz Vbf, 11.8.1987

In der Mitte des Bahnhofs befand sich in einem eigenen Gebäude die Fahrdienstleitung mit dem Befehlswerk. Hier sehen wir das entsprechende Befehlspult, das auch der Zugnummerneinwahl für das DrS am Hauptbahnhof dient:

Fahrdienstleitung (Betriebstelle 3), Graz Vbf, 11.8.1987

Fahrdienstleitung (Betriebstelle 3), Graz Vbf, 11.8.1987

Ein Foto des Gebäudes der Fahrdienstleitung – die als Gebäude Betriebstelle 3 hieß – habe ich leider nicht aufgenommen.

Am Südende der Richtungsgruppe befand sich der Weichenposten 1, in dem ich nur das vermutlich größte Schlüsselbrett aufgenommen habe, das ich je gesehen habe:

Schlüsselbrett, Weichenposten 1, Graz Vbf, 11.8.1987

Die sicherungstechnischen Abhängigkeiten zur Fahrdienstleitung oder zum Stellwerk 2 habe ich leider nicht notiert. Vielleicht gab es hier nur fernmündliche Beauftragung zur Sicherung der Fahrten. Hier sieht man das Gebäude von einer Seite:

Weichenposten 1, Graz Vbf, 11.8.1987

Zuletzt habe ich noch das Stellwerk 2 besucht, das für die Fahrten vom und zum Hauptbahnhof zuständig war. Hier stand ein Schalterwerk der Bauart 42733:

Schalterwerk, Stw.2, Graz Vbf, 11.8.1987

Das Gleisbild zeigt die Weichenstraße, die den Verschubbahnhof (links) mit dem Hauptbahnhof (rechts) verbindet. Praktisch alle Weichen hier waren nicht isoliert. Die Gleisanlage stimmt übrigens nicht mehr mit jener am Plan bei sporenplan.nl überein:

Gleistafel, Stw.2, Graz Vbf, 11.8.1987

Hier sieht man einige Weichenschalter. Wenn man von rechts zählt, stellt man fest, dass sich rechts von dem Trennblech auf der Glasabdeckung des Schieberkastens acht Schalter befinden – die Länge eines "Schusses" bei allen Stellwerkstypen, die von der Siemensbauart 1912 abgeleitet sind:

Weichenschalter, Stw.2, Graz Vbf, 11.8.1987

Daneben befand sich eine Reihe von Schaltern für Verschubsignale, erkennbar am blauen Farbknopf. Die zwei roten Schalter links davon sind wohl Zustimmungsschalter – ich kann aber die Aufschrift nicht erkennen:

Stw.2, Graz Vbf, 11.8.1987

Schlussendlich standen hier die Fahrstraßensignalschalter. Auf den Schildern auf der Holzumfassung sind die Worte "Ausfahrt" und "Einfahrt" zu erkennen. Wodurch ein Befehl vom Befehlswerk angezeigt wurde, kann ich leider nicht erkennen:

Stw.2, Graz Vbf, 11.8.1987

Zuletzt noch zwei Bilder des Stellwerksgebäudes, das direkt unter einer Bahnstromleitung stand:

Stellwerk 2, Graz Vbf, 11.8.1987

Stellwerk 2, Graz Vbf, 11.8.1987