Montag, 28. Februar 2022

Blockposten Grafenberg, 2013

Zu Silvester 2013 habe ich den Arbeitsplatz des letzten Blockwärters auf der Franz-Josefs-Bahn nach 20 Jahren ein weiteres Mal aufgenommen:

Arbeitsplatz, Block Limberg 1 / Grafenberg, 31.12.2013


Die Aufschriften am folgenden Bild des ÖBB-Eigenbau-Pultes sind nicht so gut erkennbar – ich schreibe sie hier der Reihe nach hin:
  • Über den Blockpfeilen links steht WIEN-FJB, darunter VON und NACH; rechts ist das unterhalb angeschrieben – NACH,VON und darunter GMÜND NÖ.
  • Die Signale sind von links nach rechts mit a1, A1, Z1 und z1 bezeichnet. Bei den Füßen der Hauptsignalsymbole befindet sich jeweils die Signaltaste.
  • Das Zählwerk in der Mitte ist mit (ZW Ers.Sig.) überschrieben, links und rechts daneben sind abgedeckt die beiden RBT (Rückblocktaste) angebracht.
  • Die Tasten in der Reihe darunter sind HaGT (Haltgruppentaste), SGT (Signalgruppentaste), die verdeckte Ersatzsignal-Gruppentaste, BlGT (Blockgruppentaste), WUT (Weckerunterbrechertaste) und dann ein rotes Lämpchen, das mit STROMVERSORGS-STÖRUNG überschrieben ist.
  • Die Bezeichnung der abgedeckten Taste links unten ist GTN (Gruppentaste Netz?), danach folgen Tasten N1 und N2 für die Netzumschaltung der Stromversorgung – aktuell ist N1 aktiv –, die Tag-Nacht-Umschaltung der Signale (T und N) – die hier auf T = Tag steht – und schließlich eine Anzeigelampe ERDSCHLUSS.

Bedienpult, Block Limberg 1 / Grafenberg, 31.12.2013

Hier sieht man das kleine Gebäude, die zugehörige Haltestelle war schon über 17 Jahre vorher aufgelassen worden:

Block Limberg 1 / Grafenberg, 31.12.2013

Der Blockposten ist offenbar noch immer besetzt – ich sollte dort doch noch einmal vorbeischauen.

Freitag, 18. Februar 2022

Sk-Signale zwischen Gersthofen und Gablingen, Februar 2022

English version of this posting

Mal was Aktuelles: Robert und ich wollten die letzten Sk-Signale sehen, die zwischen Gersthofen und Gablingen an der Strecke von Augsburg nach Donauwörth stehen. Das ganze war ein längerer Fußmarsch, auf dem einige Fotos über diese besonderen Versuchssignale entstanden sind, mit wegen Sonnenstand nicht durchgängig guten Ergebnissen. Bevor wir aber in Gablingen das erste solche Signal erreicht haben, ist uns unerwartet die Werkslok des Industrieparks Gersthofen vor die Kameras gefahren – die wir nicht schussbereit hatten; und da wir nahezu im Mittelpunkt des Viertelkreises standen, den das Anschlussgleis dort macht, waren die Fotomöglichkeiten nicht so berauschend. Am Haken hatte die kleine Lok sechs Wagen des "Salzzuges", die nach Mittag von Gablingen weggebracht werden würden:

Lok 9 "Clara" des Industrieparks Gersthofen mit den Wagen des "Salzzuges", 14.2.2022


Lok 9 "Clara" des Industrieparks Gersthofen mit den Wagen des "Salzzuges", 14.2.2022

Kurz später ist uns die Maschine (Henschel DHG500C mit Fabriknummer 30924, Baujahr 1964) leer beim Bahnübergang zur Justizvollzugsanstalt entgegengekommen:

Lok 9 "Clara" des Industrieparks Gersthofen, 14.2.2022

Lok 9 "Clara" des Industrieparks Gersthofen am Bahnübergang Richtung Gefängnis, 14.2.2022

Aber nun zu den Sk-Signalen: Hier ist eine Skizze der Signale zwischen den beiden Bahnhöfen, mit einer Markierung, wo ich Fotos aufgenommen habe – leider nicht von allen, vielleicht muss ich noch einmal hin.
  • Als Symbole verwende ich die, die offiziell für Ks-Signale gezeichnet werden – für Sk-Symbole gibt es keine Normsymbole, aber Sk und Ks sind "nahe genug verwandt", dass das symbolisch funktioniert.
  • Änderung 2.3.2022: Die Vorsignale habe ich nun gemäß Niklas' Kommentar unten (danke!) mit V und dem Namen des Hauptsignals in Kleinbuchstaben bezeichnet.
  • Und nahe aneinander stehende Signale sind in meiner Skizze vertauscht, weil sich sonst die Symbole überlappen oder zu weit auseinander stehen würden. Für die tatsächliche Aufstellung ist es hilfreich, eine der zahlreichen Führerstandsmitfahrten für diese Strecke anzuschauen, die man auf Youtube findet. Am Stelltisch in Gablingen sind sie übrigens noch viel "abstrakter" angeordnet; damit man weiß, wo sie in der Natur stehen, hat dort jemand Klebeschildchen mit der kilometrischen Lage ergänzt.
  • Einige weitere Informationen (u.a. Link zum Gleisplan der DB) und Bilder findet man im Eintrag zu Gablingen Gf auf stellwerke.info.
(Klick öffnet einen größeren Plan):


Der Fußmarsch von Gablingen nach Gersthofen hat bald durch Wiesen und Äcker geführt. Hier sieht man ein erstes Bild des Blockvorsignals V202 knapp südlich von Gablingen:

Sk-Vorsignal V202 für kombiniertes Blocksignal 202, Gablingen, 14.2.2022

Ziemlich genau zwischen den beiden Bahnhöfen stehen dann vier Signale. Drei davon sind Vorsignale, eines ist ein kombiniertes Haupt- und Vorsignal mit einem zusätzlichen Ersatzsignal. Alle haben Geschwindigkeitsvoranzeiger (Zs 3v), weil die zugehörigen Hauptsignale Einfahrsignale sind, die auch für Fahrwege über ablenkende Weichen gelten.

Wie man auf den Bildern sieht, können Sk-Vorsignale auch rechteckige Schirme haben: Beide von Süd nach Nord schauenden Signale Va und Vaa sind nämlich Vorsignale, für die Einfahrsignale von Gablingen. Ich finde den Mischmasch aus runden und eckigen Schirmen allerdings eher irritierend: Die Form eines Signals ist (wie schon die Brüder Chappe wussten) viel besser zu erkennen als die Farbe des schmalen Signalschildes – hier hätte man schon konsequent sein sollen und entweder alle oder kein Vorsignal mit einem runden Schirm ausstatten. Aber ok, das war ja auch eine Versuchsanordnung – wenn sie auch bis jetzt schon 45 Jahre hält (in diesem Streckenabschnitt) ...

Hier sind die Bilder:

Sk-Signale an der Blockstelle zwischen Gersthofen und Gablingen, 14.2.2022

Gegen die Sonne sind die Lampen leider nicht oder kaum zu erkennen:

Sk-Signale an der Blockstelle zwischen Gersthofen und Gablingen, 14.2.2022

Vorsignal Vff100 an der Blockstelle zwischen Gersthofen und Gablingen, 14.2.2022

Vorsignal Vff100 an der Blockstelle zwischen Gersthofen und Gablingen, 14.2.2022

Vorsignal Vff100 an der Blockstelle zwischen Gersthofen und Gablingen, 14.2.2022

Interessant ist, dass beim Vorsignal Va der dreieckige Schirm des Geschwindigkeitsvoranzeigers fehlt. Laut Signalbuch ist er nicht verpflichend – dort wird nur die Farbe der angezeigten Ziffer(n) festgelegt; aber ich hätte schon erwartet, dass man konsequent alle oder keinen Voranzeiger damit versieht; siehe dazu aber auch Niklas' Kommentar. Hier hat es zuletzt endlich ein Zug – es war ziemlich viel los! – auf ein Bild geschafft:

Sk-Signale an der Blockstelle zwischen Gersthofen und Gablingen, 14.2.2022

Ein paar Signale mehr würde ich dort doch gern noch aufnehmen ...

Samstag, 15. Januar 2022

Zwei Stadtbahnfotos von 1991, eins von 1980

Hier sind zwei Bilder aus unserer damaligen Wohnung. Es war Sommer, die Bäume dicht belaubt – man muss das erste Bild daher nicht unbedingt unter "Stadtbahnzug" einordnen, aber immerhin ist die Nummer 4922 deutlich zu erkennen:

Stadtbahn mit E6 4922, Nußdorferstraße, 1991

Beim zweiten Bild sieht man den Triebwagen deutlicher bei seiner Einfahrt in die Station:

E6 4922 und Antoniahof, Nußdorferstraße, 1991

Sprung zurück um 10 Jahre: Leider hab ich die alten Stadtbahngarnituren nicht aufgenommen, als ich 1980 nach Wien kam. Hier ist eine, abgeschnitten, als Beifang der offenbar von mir festgehaltenen Haltetafeln:

Stadtbahn, Meidling, Ende 1980

Samstag, 8. Januar 2022

Zusammengewürfeltes von 1978 bis 1980 - Innsbruck, Jenbach, Hütteldorf, Salzburg, Attnang-Puchheim

Unerwartet ist eine Handvoll von Bildern von 1979 und 1980 aufgetaucht.

Die ersten beiden zeigen Befehls- und Stelltisch am Stw. 2 in Innsbruck Hbf. "FS" hat im EBFÖ die Unterlagen entziffert und damit das Datum festgestellt, aber auch Teile der Texte vor dem Befehlspult verständlich gemacht:

Befehlspult, Stw.2, Innsbruck Hbf, 4.2.1979

Stelltisch, Stw.2, Innsbruck Hbf, 4.2.1979

Zum Vergleich kann man sich meine Bilder von 1987 ansehen – wo man mit Erstaunen feststellt, dass die Felder des Stelltisches nun wieder schön grau und nicht mehr abgewetzt sind: Der einzige Fall, den ich kenne, wo offenbar ein ganzes Stellpult überholt wurde.

Die nächsten beiden Bilder sind aus Jenbach. Eines zeigt die grüne Draisine der Zillertalbahn, von der es nicht allzuviele Bilder gibt – im HiFo von drehscheibe-online sind ein paar (gute, im Gegensatz zu dem hier) zu finden:

Draisine der Zillertalbahn, Jenbach, 1979

Das andere Bild zeigt einen Teil des SpDrL-Stellpults in der Fahrdienstleitung, bringt aber nichts Neues gegenüber den Bildern von 1989:

SpDrL-Stellpult, Fdl, Jenbach, 1979

In der anderen Hälfte Österreichs stehen die Einfahrsignale B und C des Bahnhofs Hütteldorf (von St.Veit und Penzing Vbf her) und, weit im Hintergrund, A und D an den Westbahngleisen, mutig gegen die untergehende Sonne aufgenommen:

Signalbrücke mit Einfahrsignalen B und C, Wien Hütteldorf, ca. 1980

Hier habe ich noch einmal die Signale herausgeschnitten – die Signalbrücke ist dafür nun abgesägt:

Einfahrsignale B und C, im Hintergrund A und D, Wien Hütteldorf, ca. 1980

Und hier sind zwei "sehr alte" Bilder aus dem Jahr 1978 oder 1979 (meine Unterlagen wissen das nicht mehr). Beide zeigen alte BBÖ-Signale. Am ersten, aus Salzburg Hbf, kann man die BBÖ-Signalbezeichnungsnorm erkennen, die auf einigen Bahnhöfen lange überlebt hat – dieses Ausfahrsignal heißt 2,4A7, in Worten "Ausfahrsignal aus Gleis 7 auf die Streckengleise 2 und 4. Im Hintergrund sieht man weitere Ausfahrsignale, diesmal in ÖBB-Ausführung. An allen Ausfahrsignalen zeigen die Verschubsignale Signal 41, d.h. Verschub verboten; das Leuchten dieser Verschubsignale an haltzeigenden Hauptsignalen wurde erst mit der Vorschriftenreform von 1980 abgeschafft. Die zwei weißen Lampen der neuen Verschubsignale sieht man dabei wunderbar aus der Ferne, beim nahen blau-violetten Licht am alten Signal tut man sich eher schwer:

Ausfahrsignal 2,4A7, Salzburg Hbf, 29.7.1978 oder 29.7.1979

Weitere Aufnahmen von Salzburg, insbesondere auch von den Stellwerken, gibt es u.a. hier und hier.

Das Ausfahrsignal H1 in Attnang-Puchheim habe ich hier bei der Vorbeifahrt in Stellung "4a" – also Frei – aufgenommen. Auch hier ist das leuchtende blau-violette Verschubsignal nur schwer zu erkennen, in der Weiß-Optik unten hingegen fängt sich eine Spiegelung und täuscht eine leuchtende Lampe vor (mit Dank an EBFÖ-Diskutanten für Bestätigung des Ortes):

Ausfahrsignal H1 mit Verschubsignal V1, Attnang-Puchheim, 29.7.1978 oder 29.7.1979

Hier gibt es weitere Aufnahmen von Signalen und Stellwerken aus Attnang-Puchheim.

Donnerstag, 6. Januar 2022

Aufnahmen aus Oberweiden vom Frühjahr 1991

Von der schon längst abgetragenen bogenförmigen Überführung der Salmhofer Straße habe ich zuerst aus Langeweile die darunterliegende Einfahrweiche auf der Marchegger Seite aufgenommen:

Einfahrweiche, Oberweiden, Frühjahr 1991

Etwas später hat sich in der Ferne eine Güterzug gezeigt:

2143 065 mit einem Güterzug, Oberweiden, Frühjahr 1991

2143 065 mit einem Güterzug, Oberweiden, Frühjahr 1991

2143 065 mit einem Güterzug, Oberweiden, Frühjahr 1991

2143 065 mit einem Güterzug, Oberweiden, Frühjahr 1991

Und wieder einige Zeit später schleppt dieselbe 2143 065 einen weiteren Zug von Marchegg Richtung Gänserndorf. Wegen einer Kreuzungsänderung darf der Zug den Bahnhof durchfahren, der Fahrdienstleiter gibt daher das Signal -ABFAHRT-, das in diesem Fall als "Durchfahrsignal" "den Zug über die Erlaubnis des Fdl zur Durchfahrt verständigt", wie die Signalvorschrift von damals noch bestimmte (in der V3 stand das unter §46 (5)):

Durchfahrt für Güterzug mit 2143 065, Oberweiden, Frühjahr 1991

Durchfahrt für Güterzug mit 2143 065, Oberweiden, Frühjahr 1991

Durchfahrt für Güterzug mit 2143 065, Oberweiden, Frühjahr 1991

Und noch einer:

2143 030 mit Güterzug, Oberweiden, Frühjahr 1991

Der Personenverkehr war fest in der Hand eines 5047, der zwischen Marchegg und Gänserndorf pendelte:

5047 054, Oberweiden, Frühjahr 1991

An Sicherungsanlagen gab's eine Schrankenkurbel für die Eisenbahnkreuzung direkt im Bahnhof und eine 5007er Hebelbank für die Einfahrsignale und ihre Vorsignale:

Hebelbank, Fdl, Oberweiden, Frühjahr 1991

Freistellen des Vorsignals aus Richtung Marchegg – leider zu dunkel, dafür sieht man hinten den alten Bahnhof:

Hebelbank, Fdl, Oberweiden, Frühjahr 1991

Im Anschluss bin ich zum Einfahrsignal und Vorsignal auf der Gänserndorfer Seite marschiert. Die Signale waren von Reichsbahnbauart, aber mit rückstrahlender Scheibe bzw. Flügeln ausgestattet:

Einfahrvorsignal a, Oberweiden, Frühjahr 1991

Einfahrvorsignal a, Oberweiden, Frühjahr 1991

Einfahrvorsignal a, Oberweiden, Frühjahr 1991

Einfahrsignal A, Oberweiden, Frühjahr 1991

Einfahrsignal A, Oberweiden, Frühjahr 1991

Einfahrsignal A, Oberweiden, Frühjahr 1991

Zuletzt noch einmal der 5047 auf einer Fahrt nach Gänserndorf:

5047 054, Oberweiden, Frühjahr 1991

5047 054, Oberweiden, Frühjahr 1991

Mittwoch, 5. Januar 2022

Zentralstellwerk Schwarzach-St.Veit, Weihnachten 1990

Hier sind drei eher unspektakuläre (offen gesagt: eher schlechte) Fotos vom 23.12.1990 vom "Turm" in Schwarzach-St.Veit – aber sie sind nun tatsächlich die letzten, die "mit Unterstützung meiner A-Karte" entstanden sind. Die Änderungen gegenüber 1985 sind beträchtlich, denn die ehemaligen Tastenpulte sind nun durch das "Videopult"-System ersetzt worden. Die alten Fluoreszenzanzeigen, die man schon 1985 kaum lesen konnte, sind damit entbehrlich geworden und wurden ausgebaut:

Zentrallstellwerk Schwarzach-St.Veit, 23.12.1990

Zentrallstellwerk Schwarzach-St.Veit, 23.12.1990

Zentrallstellwerk Schwarzach-St.Veit, 23.12.1990

Fein säuberlich wurden die "ITT"-Logos durch (ziemlich kleine) "ALCATEL" ersetzt – hier ist das der Anzeigetafel herausvergrößert:

Zentrallstellwerk Schwarzach-St.Veit, 23.12.1990

... allerdings nicht auf den Bildschirmen:

Zentrallstellwerk Schwarzach-St.Veit, 23.12.1990

Und das war's, sozusagen. Aber ich habe ja auch danach ab und zu Stellwerke fotografiert, wie in diesem Blog schon immer wieder zu sehen war. Und einige hundert mehr oder weniger eisenbahn-relevanter Dias habe ich noch scannen lassen, die ich auch alle hier noch zeigen will.